Übergriffe an Silvester Hamburger Polizei ermittelt acht Tatverdächtige

In der Silvesternacht wurden auch in Hamburg Dutzende Frauen attackiert und sexuell belästigt. Die Polizei hat nun acht Verdächtige ermittelt: Ihnen werden Taten in St. Pauli und am Jungfernstieg vorgeworfen.

Polizisten Anfang Januar auf der Reeperbahn: Ermittlungen gegen weitere Verdächtige
DPA

Polizisten Anfang Januar auf der Reeperbahn: Ermittlungen gegen weitere Verdächtige


Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Hamburg hat die Polizei acht Verdächtige ermittelt. Den Männern könnten konkrete Taten in St. Pauli oder am Jungfernstieg zugeordnet werden, sagte der Vize des Landeskriminalamts, Frank-Martin Heise, am Donnerstag im Innenausschuss der Bürgerschaft. Es sei aber niemand in Haft.

Alle Verdächtigen hätten einen Migrationshintergrund, zum Teil lebten sie seit Jahren in Hamburg, andere seien Flüchtlinge, berichtete Heise. Gegen weitere 18 bis 20 Personen, denen noch keine konkreten Taten zugewiesen werden könnten, werde ermittelt. Sie hätten sich in der Nacht an den Tatorten aufgehalten, und Fotos deuteten darauf hin, dass sie beteiligt gewesen sein könnten.

Die Zahl der Strafanzeigen stieg laut Heise bis Donnerstag auf 195. Es hätten sich 306 geschädigte Frauen gemeldet. Sie hätten die Täter überwiegend als "Südländer", "Nordafrikaner" oder als Menschen "mit dunklem Hautteint" beschrieben. Am Neujahrstag selbst seien bereits 14 Anzeigen wegen sexueller Straftaten erstattet worden, wie eine nachträgliche Überprüfung ergeben habe.

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sun/dpa

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