Angriff mit Dolch 58-Jähriger wegen Mord an Ehefrau zu lebenslanger Haft verurteilt

Mitten in der Hanauer Innenstadt stach er zu: Wegen des Mordes an seiner Frau hat ein Gericht eine lebenslange Haftstrafe gegen einen früheren afghanischen Soldaten verhängt.

Angeklagter im Gerichtssaal
DPA

Angeklagter im Gerichtssaal


Nach einem Angriff mit einem beidseitig geschliffenen Dolch hat das Hanauer Landgericht einen 58-Jährigen wegen Mordes schuldig gesprochen. Die Kammer sah als erwiesen an, dass der frühere afghanische Soldat aus niedrigen Beweggründen seine Ehefrau mitten in der Innenstadt von Hanau tötete, weil er von ihr verlassen worden war.

Bei der Tat im Dezember 2017 habe er mit "absolutem Vernichtungswillen" gehandelt, sagte der Vorsitzende Richter Peter Graßmück. Die zweifache Mutter erlitt etwa 40 Stich- und Schnittverletzungen, darunter Durchstiche in den Schädel. Die 52-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Nach der Tat bat der Täter Zeugen in der Nähe, die Polizei zu rufen.

In Vernehmungen der Polizei hatte der Mann die Tat umfangreich gestanden. Er habe sich rächen wollen. Sein Ehrgefühl sei verletzt, weil sich die Mutter seiner beiden Töchter von ihm getrennt hatte. Im Prozess schwieg er zu dem Mord.

Der Mann hatte sich den Dolch mit einer 19 Zentimeter langen Klinge laut eigenen Angaben extra vor der Tat besorgt.

apr/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.