Hannover 18-jähriger Raser wegen Mordes verurteilt

Auf der Flucht vor der Polizei tötete ein Autofahrer in der Fußgängerzone von Hannover einen Mann. Wegen Mordes wurde der 18-Jährige nun zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Unfallort in Hannover
DPA

Unfallort in Hannover


Das Landgericht Hannover hat einen jungen Mann wegen Mordes schuldig gesprochen. Der 18-Jährige hatte im vergangenen Sommer einen 82-Jährigen überfahren und getötet. Er war auf der Flucht vor der Polizei mit einem gestohlenen Sportwagen durch Hannovers Einkaufsmeile gerast.

Der Raser wurde unter anderem wegen Mordes zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Zunächst soll der junge Mann anderthalb Jahre in einer Jugendanstalt absitzen, danach soll er einen Alkoholentzug im Maßregelvollzug machen.

Beim Prozessauftakt hatte die Jugendkammer zunächst die Öffentlichkeit für die gesamte Verhandlung ausgeschlossen. Der Angeklagte habe eine Persönlichkeitsstörung mit depressivem und suizidalem Verhalten - es sei zu befürchten, dass sich sein Zustand massiv verschlechtert, sollten Zuhörer den Prozess verfolgen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Lücke.

Der Raser selbst habe nur eine bruchstückhafte Erinnerung an das Geschehen, sagte der Gerichtssprecher. Der 18-Jährige soll Ende Juni zunächst betrunken das Auto gestohlen und mit einer 17 Jahre alten Bekannten geflüchtet sein.

Als er in eine Polizeikontrolle geriet, raste der Mann los und stieß in Hannovers Fußgängerzone in der Nähe des Hauptbahnhofs mit dem 82-Jährigen zusammen. Der Senior starb trotz Erster Hilfe von Polizisten.

wit/dpa



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