Hannover Autofahrer rast auf Mann zu - Polizei spricht von versuchter Tötung

In Hannover hat ein Autofahrer versucht, einen Fußgänger zu rammen - der rettete sich mit einem Sprung zur Seite. Danach kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Drei Männer wurden vorläufig festgenommen.

Markierungen der Spurensicherung neben zerstörtem Gartenzaun
DPA

Markierungen der Spurensicherung neben zerstörtem Gartenzaun


Ein Mann hat in Hannover versucht, mit seinem Auto einen 21-Jährigen zu rammen. Der Fußgänger habe sich nur mit einem Sprung zur Seite retten können, hieß es von der Polizei. Nach Zeugenaussagen war der Wagen des 23-Jährigen und seines 21 Jahre alten Beifahrers am Samstag direkt und ungebremst auf den Mann zugefahren.

Anschließend krachte der Wagen in einen Gartenzaun und kam am Treppengeländer eines Hauses zum Stehen. Die beiden Autoinsassen stiegen nach ersten Polizeiermittlungen aus, bewaffneten sich unter anderem mit einem Baseballschläger und attackierten den 21-Jährigen. Dieser setzte sich mit einem Messer zur Wehr und fügte dem mutmaßlichen Angreifer-Duo Schnittverletzungen an den Händen zu. Beide mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.

Alle drei Männer seien vorläufig festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Im Fall des Messerstechers werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, im Fall der beiden anderen Männer wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Der 21-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen, die beiden Autoinsassen sollen am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Das Motiv für den Auto-Angriff ist bisher unklar, die Ermittlungen dauern an. Im Vorfeld soll es laut Polizei zu einem Streit zwischen den Wageninsassen, dem 21-Jährigen sowie seinen beiden 18 Jahre alten Brüdern gekommen sein. Nähere Hintergründe sind noch nicht bekannt.

aar/dpa

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