Hannover Rätsel um Bombenattrappe in IC gelöst

Ein verdächtiges Paket in einem Zug löste Großalarm in Hannover aus, die Polizei erklärte zunächst, es handele sich um eine gut gemachte Sprengstoff-Attrappe. Nun konnte der Fall aufgeklärt werden.

Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen einen Zug, der am Hauptbahnhof Hannover steht
DPA

Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen einen Zug, der am Hauptbahnhof Hannover steht


Der IC hielt im Bahnhof Hannover, der Mann stieg aus und ließ ein Paket zurück. Als ihn Mitreisende darauf aufmerksam machten, reagierte er nicht. Eine scharfe Bombe, so lautete kurzzeitig der Verdacht. Der Bahnhof wurde teilweise gesperrt. Nach dem wegen einer Terrorwarnung abgesagten Länderspiel waren viele Leute alarmiert.

Die Polizei sprach von einer gut gemachten Sprengstoff-Attrappe. Laut "HAZ" öffneten die Experten das Päckchen kontrolliert und schrieben den Mann zur Fahndung aus. Nun ist der Eigentümer des verdächtigen Pakets identifiziert worden.

Es handelt sich nach Angaben der Bundespolizei um einen Ingenieur aus dem Ruhrgebiet, der in dem Päckchen Elektrobauteile und Kabel bei sich hatte. Der Mann habe glaubhaft versichert, dass er das Paket im Zug vergessen hatte, als er in Hannover hastig in eine andere Bahn umsteigen musste, so ein Sprecher.

Dass der Mann damit große Aufregung auslöste, habe er nicht mitbekommen. Am Tag nach dem Terroralarm habe er sein Paket in einem Fundbüro im Ruhrgebiet als vermisst gemeldet. Danach habe die Polizei Kontakt zu ihm aufgenommen. Der Ingenieur habe glaubhaft versichert, dass er keine bösen Absichten gehabt habe. Mit einem Strafverfahren müsse er nicht rechnen, sagte der Sprecher.

gam/dpa



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