Hannover 18-jähriger Raser wegen Mordvorwurfs verhaftet

Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Autofahrer einen 82-Jährigen in der Fußgängerzone in Hannover zu Tode gefahren. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 18-Jährigen Mord vor. Er muss nun in Untersuchungshaft.

Unfallort in Hannover
DPA

Unfallort in Hannover


Nach einer tödlichen Autofahrt in einer Fußgängerzone in Hannover kommt der 18-jährige Fahrer auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. "Der Haftbefehl ist wegen des Vorwurfs des Mordes ergangen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge.

Hinzu kämen Vorwürfe wie Gefährdung des Straßenverkehrs, Verkehrsunfallflucht und gefährliche Körperverletzung. Die Polizei hatte zunächst wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Der 18-Jährige soll am Sonntag auf der Flucht vor der Polizei einen Fußgänger mit hoher Geschwindigkeit angefahren und tödlich verletzt haben. Das 82 Jahre alte Opfer starb demnach noch an der Unfallstelle. Der Autofahrer raste davon und rammte mit dem Wagen einen Ampelmast.

Fahrer stellte sich später selbst der Polizei

Von dort aus flohen der Fahrer und seine Beifahrerin zu Fuß weiter. Die Polizei konnte die 17 Jahre alte Beifahrerin schnell fassen. Der 18-Jährige stellte sich später selbst der Polizei. Die Ermittler vernahmen den Mann daraufhin am Montagvormittag.

Das Auto war nach Angaben der Polizei gestohlen. "Die Ermittlungen zu dem Fahrzeug selbst stehen noch ganz am Anfang", sagte die Polizeisprecherin am Morgen. Die 17-Jährige konnte die Polizeiwache am Sonntag wieder verlassen. Die Ermittler hatten sie zuvor als Zeugin befragt.

ans/dpa



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