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Hannover: Bundespolizist unter Kinderporno-Verdacht

Wache der Bundespolizei in Hannover: Ermittlungen gegen Beamte Zur Großansicht
DPA

Wache der Bundespolizei in Hannover: Ermittlungen gegen Beamte

Ein Hannoveraner Bundespolizist soll auf der Wache am Hauptbahnhof Flüchtlinge misshandelt haben. Nun ermittelt nach Informationen des SPIEGEL die Staatsanwaltschaft auch wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie gegen den Beamten.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat ihre Ermittlungen gegen einen Bundespolizisten ausgeweitet, der auf einer Wache am Hauptbahnhof Migranten gequält haben soll. Neben den Vorwürfen der Körperverletzung im Amt und des unerlaubten Waffenbesitzes ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Bei einer Hausdurchsuchung entdeckte die Polizei im Mai mehrere Datenträger, auf einem war verdächtiges Material gespeichert. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge bestätigte den Verdacht: "Wir prüfen, ob es eindeutig dem Beschuldigten zugeordnet werden kann."

Der Polizist will sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Anfang Mai hatten Kollegen der Bundespolizei Anzeige gegen ihn erstattet. Via WhatsApp soll er damit geprahlt haben, wie er auf der Wache am Bahnhof mit Ausländern umgesprungen sei; nicht alle Vorwürfe haben sich bisher bestätigt.

Neben dem Fall in Hannover sollen Bundespolizisten in den vergangenen fünf Jahren in bis zu sechs weiteren Fällen Migranten misshandelt oder erniedrigt haben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei-Abgeordneten Ulla Jelpke hervor. Entsprechende Vorwürfe stünden im Bereich der Bundespolizeidirektionen Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart und Pirna im Raum.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 15 Beiträge
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1. Bundespornozist
dasky 08.08.2015
Wen wundert's, so, wie der Justizminister mit dem Generalbundesanwalt umspringt. Da hat der Herr Bundespolizist eben auch 'mal exekutive Allmacht entfaltet. Und Kinderpornographie? Vielleicht hat der einfach nur die Ratgeber von seinen Kolleginnen und Kollegen von dieser Bundesoberbehörde in Bonn (https://app.box.com/shared/0mxs9jjzs2), der BZgA, benutzt oder bei sich zu Hause herumliegen. Dem kann man wahrscheinlich noch nicht einmal einen Verkehrsverstoss vorwerfen. Bei Uschis STOP - Schild ist er schön stehen geblieben, hat nach links und nach rechts geschaut. Da ist niemand gekommen, also ist er in aller Ruhe weitergefahren.
2. Quantität oder Qualität?
lantelme.import 08.08.2015
Ein Bekannter von mir ist Ausbilder bei der Bundespolizei. Nach seiner Aussage werden inzwischen Leute eingestellt, die für diesen Job überhaupt nicht geeignet sind - offenbar mangels Masse. Er ist an sich ein Gemütsmensch, schlägt aber die Hände über den Kopf zusammen, was ihm da an Aspiranten inzwischen zugemutet wird. Für ihn kein Vergleich mit dem Vorläufer der BP Bundesgrenzschutz, besonders mit dem der 50er bis 70er Jahre. So wird sich Mancher dort heute verirren, der nicht dahin gehört!
3. Im heutigen Zeitalter....
gr21510 08.08.2015
gar kein Problem. Abgesehen von Misshandlungen. Eine Stiftung oder dergleichen finden, die vom pädophilen 5000€ entgegen nimmt. Und die Sache ist vom Tisch. Ein Präzedenzfall haben wir doch schon. Schande über unsere Rechtssprechung.
4. Im heutigen Zeitalter....
gr21510 08.08.2015
gar kein Problem. Abgesehen von Misshandlungen. Eine Stiftung oder dergleichen finden, die vom pädophilen 5000€ entgegen nimmt. Und die Sache ist vom Tisch. Ein Präzedenzfall haben wir doch schon. Schande über unsere Rechtssprechung.
5. Wie geht das zusammen?
pegasus2012 08.08.2015
Warum ist die Polizei im Zusammenhang mit der Misshandlung berechtigt die Wohnung des Beschuldigten inklusive Datenträgern zu durchsuchen?
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