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Prozess in Hannover: Mutmaßlicher Supermarkträuber bestreitet Taten

Angeklagter Marek K.: Er will es nicht gewesen sein Zur Großansicht
DPA

Angeklagter Marek K.: Er will es nicht gewesen sein

Ein 42-Jähriger soll 24 Supermärkte überfallen und einen Kunden erschossen haben. Kurz bevor das Urteil fällt, meldete sich der Angeklagte vor Gericht zu Wort.

Im Prozess um eine Raubserie auf Supermärkte hat der Angeklagte Marek K. kurz vor dem Ende sein Schweigen gebrochen und die Taten bestritten. "Ich denke, dass es hier zu vielen gefälschten Beweisen gekommen ist durch die deutsche Polizei", sagte der 42-Jährige vor dem Landgericht Hannover.

Dem Mann werden 24 Überfälle in mehreren Bundesländern angelastet, wobei er in Hannover einen Kunden erschossen und einen anderen schwer verletzt haben soll. Vor Gericht behauptete K. indes, während etlicher Überfälle habe er sich zu Hause in Polen aufgehalten und nicht in Deutschland.

"Das ist alles gefälscht"

Sein Handy sei an Tatorten von der Polizei geortet worden, obwohl es bereits vom polnischen Netzbetreiber gesperrt gewesen sei. Während einer der Taten habe er sich an einer polnischen Tankstelle befunden und müsse dort von Kameras gefilmt worden sein.

Der Angeklagte zog auch an Tatorten gesicherte Fingerabdrücke und DNA-Spuren in Zweifel, die ihm zugeordnet wurden. Er habe lediglich eine Schreckschusswaffe im Auto gehabt und nicht die scharfe Waffe, von der in der Anklageschrift die Rede sei. "Das ist alles gefälscht." Der Angeklagte verlangte Ermittlungen durch die polnische Polizei.

Nach der Einlassung entschied das Gericht, das Verfahren wie geplant fortzusetzen. Demnach wurde zunächst ein psychiatrischer Sachverständiger gehört, anschließend waren die Plädoyers und das Urteil vorgesehen.

sms/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Super Aussage
lionelhutz 17.02.2016
Wer hat denn den bitte beraten? Sieht ja nach einer top durchdachten Einlassung aus. Ich habe ja die Rechtsanwälte Grasl und Borchert im Verdacht :)
2. Bitte um Klarstellung
beachy1 17.02.2016
Der Täter hat all diese Überfälle doch unmaskiert begangen. Mir ist kein Supermarkt bekannt, der keine Überwachungskameras nutzt. Also muss es doch hunderte von Aufnahmen geben, die die Anwesenheit des Täters zum Tatzeitpunkt belegen. Warum wird davon nichts erwähnt?
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