Tödliche Schüsse bei Hochzeit Polizei sucht 22-Jährigen per Haftbefehl

In Hannover endete eine Hochzeit in einer Tragödie: Eine 21-Jährige wurde erschossen - in Anwesenheit von mehr als 300 Gästen. Jetzt verfolgen die Ermittler eine heiße Spur.

Tatort in Hannover
DPA

Tatort in Hannover


Nach den tödlichen Schüssen auf eine 21-Jährige bei einer kurdischen Hochzeit in Hannover hat die Polizei den mutmaßlichen Täter identifiziert. Der Mann sei auf der Flucht und werde nun per Haftbefehl gesucht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover SPIEGEL ONLINE. Es handele sich um einen 22-jährigen Iraker.

Ein Richter habe den Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge ist der Mann dringend verdächtig, sein Opfer während der Feier am Sonntagabend getötet zu haben. Die junge Frau ist demnach eine Deutsche mit irakischen Wurzeln.

Die Tatwaffe war bereits in der Nacht am Tatort sichergestellt worden. Die Polizei wollte lediglich bestätigen, dass es sich um eine Schusswaffe handelt. Bei der Feier waren zum Tatzeitpunkt gegen 22.20 Uhr mehr als 300 Menschen zu Gast. Die Ermittler begannen noch in der Nacht, Zeugen zu vernehmen.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft teilte mit, der Verdächtige sei in einem Ort im Umkreis von Hannover gemeldet. Nähere Angaben machte sie nicht. So blieb offen, in welchem Verhältnis das Opfer und der mutmaßliche Täter standen und was das Motiv für die Tat sein könnte. Fest stehe, dass "mehr als ein Schuss" gefallen sei.

sms

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