Berlin - Um ein Spiel ihrer Vereine ging es nicht, trotzdem endete eine zufällige Begegnung von Fans der Zweit- und Drittliga-Fußballclubs Hertha BSC Berlin und Hansa Rostock auf dem Bahnhof in Brandenburg an der Havel äußerst gewaltsam. Beide Gruppen lieferten sich nach Angaben der Polizei heftige tätliche Auseinandersetzungen. Als Folge dessen wurde den Rostock-Fans die geplante Weiterfahrt zu einem Spiel nach Dortmund untersagt, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Zudem wurden 56 Rostock-Anhänger zeitweise in Gewahrsam genommen und erhielten Anzeigen wegen Landfriedensbruchs. Auch gegen die Hertha-Anhänger werde ermittelt. Man wisse, bei welchen Gruppierungen die Bundespolizei suchen müsse, so der Sprecher.
Laut brandenburgischem Polizeipräsidium gab es bei den Krawallen Leichtverletzte. Die etwa 180 Hertha-Fans, die zu einem Spiel nach Braunschweig wollten, und 60 Rostocker Anhänger befanden sich dem Sprecher zufolge zufällig in dem gleichen Regionalexpress aus Berlin. In Brandenburg an der Havel wollten sie den Angaben zufolge in den gleichen Regionalzug in Richtung Magdeburg umsteigen. Auf dem Bahnhof seien die teilweise Vermummten dann aufeinander losgegangen, es seien auch Steine und Flaschen geflogen, hieß es. Später flüchteten die Rostocker in die Stadt, während die Hertha-Anhänger wie geplant in ihren Zug stiegen.
Als die Hansa-Fans zum Bahnhof zurückkehrten, wurden sie von Einsatzkräften von Bundes- und Landespolizei in Gewahrsam genommen und dann zurück nach Berlin begleitet. Der größte Teil der Rostock-Fans stammt dem Sprecher zufolge aus dem Berliner Umland. Aussagen über die Auseinandersetzung hätten die Anhänger bei der Polizei nicht machen wollen.
anr/dapd
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