Ex-Hollywoodmogul Staatsanwaltschaft weitet Anklage gegen Weinstein aus

Im Prozess gegen Harvey Weinstein sind weitere Anklagepunkte hinzugekommen. Der Ex-Produzent sei nun "einiger der gravierendsten Sexualdelikte angeklagt", sagte der Staatsanwalt.

Harvey Weinstein (Archiv)
AFP

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Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat ihre Anklage gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein um mehrere Vorwürfe erweitert. Bislang war der 66-Jährige wegen Vergewaltigung und erzwungenem Oralsex von zwei Frauen angeklagt. Die neuen Anklagepunkte beziehen sich demnach auf ein drittes mutmaßliches Opfer.

Nun müsse Weinstein sich vor Gericht zusätzlich wegen eines weiteren kriminellen sexuellen Akts und zwei Fällen der sexuellen Tätlichkeit verantworten, teilte die Behörde mit. Auf die Fälle der sexuellen Tätlichkeit stünde eine Mindeststrafe von zehn Jahren und maximal eine lebenslange Haftstrafe.

Weinstein sei nun wegen "einiger der gravierendsten Sexualdelikte angeklagt, die im New Yorker Strafgesetz existieren", sagte Staatsanwalt Cyrus Vance. "Diese Anklage ist das Ergebnis herausragenden Mutes, den die Opfer gezeigt haben, die sich gemeldet haben. Unsere Ermittlungen gehen weiter."

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Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung: Die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein

Die ersten Vorwürfe gegen Weinstein waren im Oktober laut geworden, mittlerweile werfen ihm mehr als hundert Frauen sexuelle Übergriffe bis hin zu Vergewaltigungen vor (mehr zum Fall Weinstein lesen Sie hier).

Weinstein hat Fehlverhalten eingeräumt, aber Vergewaltigungen bestritten. Anfang Mai hatte er sich den Behörden gestellt, gegen eine Kaution kam er wieder frei. Er muss aber ein Überwachungsgerät tragen und um Erlaubnis bitten, wenn er die US-Bundesstaaten New York und Connecticut verlassen will. Vor dem Supreme Court in New York hatte er in den bisherigen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert.

bbr/dpa/AFP



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