Abkommen mit Georgina Chapman Harvey Weinsteins Scheidung offenbar ausgehandelt

Harvey Weinsteins Nochehefrau Georgina Chapman hat mit dem Filmmogul offenbar die Bedingungen für ihre Scheidung ausgehandelt. Es geht um Millionen.

Harvey Weinstein und Georgina Chapman
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Harvey Weinstein und Georgina Chapman


Die Ehefrau des US-Produzenten Harvey Weinstein hat sich Medienberichten zufolge mit dessen Anwälten auf ein Abkommen zur Scheidung verständigt. Die britische Modedesignerin Georgina Chapman habe mehrere Punkte gegen den 65-Jährigen durchsetzen können, die in den kommenden Tagen gerichtlich bestätigt werden sollten, meldete die "New York Post".

Was Weinstein und die 41-jährige Chapman genau ausgehandelt haben, ist unbekannt. Auch das Promiportal "People" berichtete unter Berufung auf einen Insider über die Einigung des seit zehn Jahren verheirateten Paars. Sie haben zwei gemeinsame Kinder. Chapman könnten wegen eines Ehevertrags etwa zwölf Millionen Dollar zustehen, hatte das Magazin bereits zuvor berichtet. In der "New York Post" ist sogar von bis zu 20 Millionen Dollar die Rede.

Chapman hatte sich im Oktober von Weinstein getrennt, nachdem schwere Vorwürfe sexueller Belästigung gegen ihn öffentlich geworden waren. "Ich habe entschieden, meinen Ehemann zu verlassen", hieß es in einer Mitteilung, die sie im "People"-Magazin veröffentlichte. Sie fühle mit all den Frauen, "die durch die unentschuldbaren Handlungen unermessliches Leid erlitten haben".

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Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung: Die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein

Damals hatten zahlreiche Frauen in Berichten der "New York Times" und im Magazin "The New Yorker" von umfassenden sexuellen Übergriffen des Produzenten berichtet. Inzwischen werfen ihm mehr als 80 Frauen Belästigungen vor, die Anschuldigungen reichen teils Jahrzehnte zurück. Mehrere Frauen sollen von ihm vergewaltigt worden sein.

Die Staatsanwaltschaft prüft aktuell zwei Fälle sexueller Belästigung. Weinstein ist inzwischen von seiner Firma entlassen worden, hat Fehlverhalten zugegeben, weist die Vergewaltigungsvorwürfe aber zurück.

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US-Debatte: Vorwürfe, Reaktionen, Konsequenzen

Mit den Vorwürfen gegen Weinstein begann eine weltweite Debatte über sexuelle Gewalt und Machtmissbrauch - in der Unterhaltungsbranche, aber auch weit darüber hinaus. Unter dem Hashtag #MeToo wiesen viele Frauen auf selbst erlebte Übergriffe hin, außerdem wurden jede Menge Vorwürfe gegen zahlreiche weitere Hollywood-Stars laut - aber auch gegen bekannte Journalisten und Politiker. (Lesen Sie hier die Analyse: Der Weinstein-Effekt.)

Die Initiative "Time's Up" will betroffenen Frauen helfen. Sie wird von Hunderten Promis unterstützt.

apr



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