Ermittlungen in NRW Mehrere Hells Angels müssen wegen Drogenhandels in Haft

Sie schmuggelten und verkauften Kokain, Haschisch und Marihuana im Wert von 300.000 Euro. Erst gab es nur ein paar Festnahmen, jetzt müssen mehrere Hells-Angels-Mitglieder in Haft. Einem der Rocker schlug das ziemlich aufs Gemüt.

Mitglied der "Hells Angels" (Archivbild): Festnahmen und Haftbefehle
DPA

Mitglied der "Hells Angels" (Archivbild): Festnahmen und Haftbefehle


Geisenheim/Düsseldorf - Sie haben offenbar Rauschgift aus den Niederlanden im großen Stil nach Deutschland geschmuggelt und weiterverkauft: Das Amtsgericht in Kleve am Niederrhein hat Haftbefehle gegen drei Mitglieder des Rockerclubs "Hells Angels" erlassen. Die Männer sollen die Drogen gemeinsam mit Komplizen regelmäßig an verschiedene Abnehmer in Deutschland weiterverkauft haben, wie das Landeskriminalamt in Düsseldorf mitteilte.

Insgesamt fünf Männer waren am Sonntag im hessischen Geisenheim mit mehreren Kilo Rauschgift und Bargeld gefasst worden, darunter drei Hells-Angels-Mitglieder: Dabei handelte es sich der Polizei zufolge um einen 43-jährigen Drogenlieferanten, zwei 48 und 50 Jahre alte Kuriere sowie zwei Abnehmer. Einer der festgenommenen Rocker erlitt bei der Polizeiaktion einen Schwächeanfall und musste von einem Notarzt versorgt werden.

40 Kilo Drogen und 91.000 Euro in bar

Im Zuge der Ermittlungen wurden auch Fahrzeuge, Wohnungen und Firmensitze der Männer im Großraum Kleve sowie in Remscheid in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Zudem seien im Laufe des Sonntagabends noch zwei weitere mutmaßliche Mittäter vom Niederrhein vorläufig festgenommen worden, sodass sich die Zahl der Verdächtigen laut LKA auf sieben erhöhte.

Neben den drei Hells-Angels-Mitgliedern wurden nach Angaben des LKA auch gegen zwei weitere Männer aus Nordrhein-Westfalen Haftbefehle erlassen, einer wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die aus dem Rhein-Taunus-Kreis in Hessen stammenden Abnehmer des Rauschgifts sollen dem Amtsgericht im hessischen Rüdesheim vorgeführt werden.

Die Fahnder stellten bei der Aktion nach eigenen Angaben 40 Kilogramm verschiedener Drogen im Verkaufswert von rund 300.000 Euro sicher. Zudem seien Bargeld in Höhe von 91.000 Euro sowie ein Motorrad und ein Auto beschlagnahmt worden.

mxw/dpa/AFP



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