Nordrhein-Westfalen Polizei verhaftet neun Rocker aus dem Hells-Angels-Milieu

Im Rheinland hat die Polizei neun Männer aus dem Rockermilieu verhaftet, die wegen etlicher Delikte gesucht wurden. Bei Durchsuchungen stellten die Ermittler Waffen, Geld und Drogen sicher.

Mitglieder der Hells Angels (2012 in Reutlingen)
DPA

Mitglieder der Hells Angels (2012 in Reutlingen)


Die Kölner Polizei hat neun Verdächtige aus dem Milieu der Rockergruppe Hells Angels verhaftet. Die Männer im Alter zwischen 21 und 32 Jahren sollen unter anderem an einer tödlichen Schießerei in einer Gaststätte sowie an einer Schießerei mit drei Verletzten an einem Kiosk beteiligt gewesen sein, teilten die Ermittler mit.

Die Liste der ihnen vorgeworfenen Vergehen ist lang: Bildung einer kriminellen Vereinigung, Mord, versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz, Handel mit Betäubungsmitteln.

Mehr Verbote, mehr Gangs

Die Polizei durchsuchte zudem zahlreiche Wohnungen, auch im rheinischen Rösrath und Neunkirchen-Seelscheid. Dabei stellten die Beamten unter anderem Gaspistolen, Hieb- und Schlagwaffen, Bargeld und Marihuana sicher. Drei weitere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen.

Erst in der vergangenen Woche war die Polizei mit einem Großeinsatz gegen die Motorradbande in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vorgegangen. Vorausgegangen war den Durchsuchungen die Entscheidung des Mainzer Innenministers Roger Lewentz (SPD), einen Ableger des Klubs in Neuwied zu verbieten.

Die Innenminister von Bund und Ländern haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Rockerklubs verboten. Dennoch ist die Zahl der in den Gangs organisierten Männer kontinuierlich gestiegen. Allerdings sind sie nicht immer eindeutig örtlichen Gruppierungen zuzurechnen.

mxw/dpa

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