Hessen Paketbote fliegt mit Betrugsmasche auf

In Hessen hat ein Paketbote offenbar Waren für Menschen bestellt, die es gar nicht gibt. Dahinter steckte ein ausgefeiltes Betrugssystem. Doch die Polizei kam dem Mann auf die Schliche.


Ein Paketbote aus Hessen hat offenbar mehrere Wochen lang beim Ausliefern Pakete für sich abgezweigt. Dem Mann werde vorgeworfen, im Internet Pakete auf den Nachnamen und mit der Adresse von Menschen bestellt zu haben, deren Wohnort auf seiner Route lagen, berichtete die Polizei Bad Hersfeld.

Der 24-Jährige soll erfundene Vornamen hinzugefügt haben, um die Pakete später identifizieren zu können. Er habe vor allem Schuhe, Hemden und Jacken auf Rechnung bestellt, die er nicht bezahlen wollte.

Auf frischer Tat gefasst

Nachdem zahlreiche Onlinehändler Anzeigen gegen nicht existierende Personen gestellt hatten, nahm die Polizei Ermittlungen wegen Warenkreditbetrug auf. Sie ertappte den Paketzusteller am Montag auf frischer Tat, wie die Behörde mitteilte.

Er gab zu, Waren im Wert von mehr als 4500 Euro auf fremde Namen bestellt zu haben, um sich Wünsche zu erfüllen. Die vermissten Pakete wurden bei der Durchsuchung seiner Wohnung gefunden. Der Mann war erst seit einigen Monaten als Zusteller tätig und befand sich noch in der Probezeit. Er wurde entlassen.

sms/dpa



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