Hetzjagd in Mexiko Drogen-Reporter mit 45 Schüssen getötet

Riskante Recherche: Für einen Journalisten in der mexikanischen Stadt Uruapan hat die Arbeit im Drogenmilieu ein böses Ende genommen. Seine Mörder jagten den Mann mit dem Motorrad quer durch die Stadt - als sie ihn erwischten, feuerten sie 45 Schüsse auf ihn ab.


Mexiko-Stadt - Gerardo Garcia versuchte den Tätern auf seinem Motorrad zu entkommen, doch vor seinem Haus in der von Drogenkriminalität geplagten Stadt Uruapan wurde er eingeholt und von seinen Verfolgern regelrecht hingerichtet, wie die Polizei und ein Mitarbeiter der Zeitung, für die der Journalist arbeitete, der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Razzia in Mexiko: Ein Soldat sammelt beschlagnahmte Drogenpakete
REUTERS

Razzia in Mexiko: Ein Soldat sammelt beschlagnahmte Drogenpakete

Uruapan liegt im zentralmexikanischen Bundesstaat Michoacan, wo Tausende Soldaten und Bundespolizisten im Auftrag der Regierung gegen Drogenkartelle kämpfen, die Kokain und anderes Rauschgift aus Südamerika in die USA schmuggeln.

Allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen in Mexiko neun Journalisten getötet, weil sie über die Drogenszene oder gewalttätige Vorfälle berichteten. Im Juli drohte eine Drogenbande, ausländische Reporter zu ermorden, die über die Gewalt zwischen rivalisierenden Kartellen und Sicherheitskräften entlang der Grenze zwischen Mexiko und den USA berichteten. Zwei amerikanische Zeitungen aus dem US-Bundesstaat Texas zogen ihre Mitarbeiter daraufhin aus der Region ab.

kaz/Reuters



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