Leichenfunde in Hille Jörg W. hatte offenbar einen Helfer

Jörg W. soll in Nordrhein-Westfalen drei Männer getötet haben. Im Zusammenhang mit dem Fall hat die Polizei nun einen Soldaten festgenommen.

Leichenfundort in Hille (Archiv)
DPA

Leichenfundort in Hille (Archiv)


Der Hauptverdächtige im mutmaßlichen Dreifachmord von Hille, Jörg W., handelte offenbar in mindestens einem Fall nicht allein. Die Polizei teilte mit, dass ein 24-Jähriger unter Verdacht stehe, W. bei der Tötung eines 64-jährigen Hilfsarbeiters im Jahr 2017 geholfen zu haben.

Bei dem jungen Mann handelt es sich laut Polizei um einen Zeitsoldaten, der mit W. und seiner Frau auf dem Hof in Hille lebte. Die Auswertung von IT-Beweismitteln habe auf den Mann hingedeutet. Er sei an seinem Arbeitsplatz in Schleswig-Holstein festgenommen worden und nach Bielefeld gebracht worden. Dort habe der Richter Haftbefehl gegen ihn erlassen. Bei Vernehmungen habe er den 51-jährigen W. schwer belastet.

Im März waren auf benachbarten Grundstücken in Hille die Leichen von drei Bekannten des mutmaßlichen Haupttäters gefunden worden. Der ehemalige Fremdenlegionär hatte eingeräumt einen 30-Jährigen aus dem niedersächsischen Stadthagen mit einem Hammer erschlagen zu haben.

Bei dem dritten Opfer handelt es sich um einen 71 Jahre alten Nachbarn. Die Polizei geht davon aus, dass W. bei den beiden älteren Opfern aus Habgier handelte.

Auch zum aktuellen Stand der Ermittlungen äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft. Beamte hätten im Haus von W. ein Messer gefunden, an dem sich die DNA des 64-Jährigen befunden habe. Die Mordkommission untersuche außerdem den Lebenslauf W.s systematisch. Hinweise auf weitere Opfer lägen aktuell nicht vor.

bbr



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