"Horrorhaus" von Höxter Eigentümer wusste von Cannabisplantage

Cannabispflanzen im Wert von etwa 200.000 Euro fand die Polizei im "Horrorhaus" von Höxter. Der Eigentümer des Gebäudes hat nun zugegeben, von dem Drogenanbau gewusst zu haben.

Der Hauptangeklagte David Alexander M. und sein Anwalt Carsten Ernst
DPA

Der Hauptangeklagte David Alexander M. und sein Anwalt Carsten Ernst


Im Prozess zu einer Cannabisplantage im sogenannten Horrorhaus von Höxter hat der angeklagte Eigentümer der Immobilie eingeräumt, von dem Drogenanbau gewusst zu haben. Er habe nach dem Kauf des Gebäudes vier Räume vermietet. In einem davon habe er die Cannabispflanzen gesehen. Mit der Plantage habe er aber nichts zu tun gehabt, sagte der 51-Jährige im Landgericht Paderborn.

Mitangeklagt sind eine 30-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann, die in den Betrieb der Plantage eingebunden gewesen sein sollen. Die Anklage wirft ihnen illegalen Drogenanbau vor.

Mieter der Räume sei ein 43-Jähriger gewesen, sagte der 51-Jährige. Gegen den Mann, der als Kopf der Bande gilt, wird in einem anderen Prozess gesondert verhandelt. Das als "Horrorhaus" bekannt gewordene Anwesen in Höxter-Bosseborn, in dem ein Paar über Jahre hinweg Frauen gequält hatte, war im Frühjahr 2017 an den 51-jährigen Mann verkauft worden.

Als die Polizei im September vergangenen Jahres das Anwesen durchsuchte, wurden rund tausend Cannabispflanzen mit einem Gesamtgewicht von 38 Kilogramm sichergestellt. Der Wert der beschlagnahmten Pflanzen wurde von den Ermittlern auf etwa 200.000 Euro geschätzt.

bbr/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.