Polizistin im Fall Höxter "Wilfried war tonangebend"

Wilfried W. oder Angelika W. - wer war beim sogenannten Horrorhaus in Höxter die treibende Kraft? Die Polizei hat 7500 Sprachnachrichten ausgewertet - und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

Angeklagter Wilfried W.
DPA

Angeklagter Wilfried W.


Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter hat eine Kripobeamtin den Angeklagten Wilfried W. als treibende Kraft beschrieben. "Er war tonangebend, er hat den Alltag bestimmt", sagte die Polizistin als Zeugin vor dem Landgericht Paderborn. Das habe die Auswertung von Sprachnachrichten ergeben. Die Ermittlerin hatte 7500 der mehr als 12.000 gefundenen Sprachnachrichten von Handys und Aufnahmegeräten ausgewertet.

Über Jahre hinweg soll das Paar mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Bislang beschuldigen sich die beiden gegenseitig, für die Taten verantwortlich zu sein.

Die Polizeibeamtin beschrieb den 47-jährigen Wilfried W. als hochgradig manipulativ, intrigant und sexistisch gegenüber den Opfern. Wilfried W. und Angelika W. sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Vom Vorwurf des vollendeten Mordes war die Staatsanwaltschaft zuletzt abgerückt.

dpa/ehh



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