Schauspielerin aus Hollywood Was geschah mit Adea Shabani?

Eine 25-jährige Schauspielerin verschwindet in Hollywood. Wochen später findet die Polizei eine Leiche, offenbar die der Frau. Die Ermittler gehen von Mord aus - und haben einen Verdacht.

AP/ Santa Clarita Valley Sheriff

Es war der 23. Februar, als Adea Shabani ihre Wohnung in Hollywood verließ. Überwachungskameras zeichneten laut "New York Times" auf, dass die Schauspielerin einen Koffer dabei hatte und von ihrem Freund begleitet wurde.

Es war das letzte Lebenszeichen der 25-Jährigen. Mit ihrem Verschwinden begann ein rätselhafter Kriminallfall, der offenbar mit ihrem Tod endete. Und in dessen Verlauf auch noch ein wichtiger Zeuge starb.

Shabani kommt aus Mazedonien, verließ ihre Heimat, um Betriebswirtschaft in Paris zu studieren. Vor zwei Jahren zog sie nach Los Angeles, um Schauspielerin zu werden. Sie studierte an der "Stella Adler Academy of Acting", einer Schauspielschule im Herzen Hollywoods, und spielte eine kleine Rolle in dem Independent-Film "All or Nothing".

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Fall Adea Shabani: "An der Sache ist etwas faul"

Dann verschwand sie. Shabanis Freunde suchten mit Flyern nach ihr; ihre Familie engagierte einen Privatdetektiv. 25.000 Dollar Belohnung haben sie für jeden Hinweis ausgeschrieben - ohne Erfolg.

Mehr als vier Wochen nach Shabanis Verschwinden haben Ermittler nun eine Leiche entdeckt. Der Körper lag der Polizei zufolge in einem "flachen Grab", nicht weit von einem Bach, in einem Naturschutzgebiet in Nevada. Obwohl die Obduktion noch nicht abgeschlossen ist, gehen die Ermittler davon aus, dass es sich um Shabanis Leiche handelt.

Sie fanden den Körper mehr als einen Monat später, fast 700 Kilometer entfernt von ihrem Apartment in Hollywood. Was geschah mit Adea Shabani?

Noch ist unklar, was zwischen dem Tag ihres Verschwindens und dem Leichenfund passiert ist; die Polizei von Los Angeles ermittelt wegen Mordes. Die Polizisten sind sicher: Shabanis Freund hat etwas mit dem Verschwinden der jungen Frau zu tun. "Ich bin sicher, dass er daran beteiligt ist", sagte ein Ermittler.

Fahndungsplakat der Polizei von Los Angeles
Los Angeles Police Department

Fahndungsplakat der Polizei von Los Angeles

Christopher S., so heißt ihr Freund, hat bereits dazu ausgesagt, was nach dem 23. Februar geschehen sein soll. Er stellte es so dar: Shabani und er verließen Los Angeles, um seinen Vater in Nordkalifornien zu besuchen. Doch unweit von L.A., in Santa Clara, ließ er sie aus seinem Wagen - wegen eines Streits. Danach sah er sie nicht wieder.

"Wir glauben nicht, dass das stimmt", sagte einer der Polizisten. Man habe keine Hinweise gefunden, die die Aussage des Mannes stützten. Die Polizei begann, gegen den 33-Jährigen zu ermitteln. S. war plötzlich nicht mehr auffindbar.

Vergangenen Donnerstag wurde sein Pick-up auf der Interstate 10 östlich von Los Angeles gesichtet, wie die "New York Times" berichtet. Polizisten versuchten vergeblich, S. anzuhalten. Er lieferte sich laut dem Bericht eine Verfolgungsjagd, die sich fast über hundert Kilometer erstreckte. Die waghalsige Fahrt endete damit, dass sich S. selbst in den Kopf schoss und starb.

Die Polizei geht davon aus, dass Shabani seit über einem Monat tot ist - also seit dem Tag ihres Verschwindens, oder kurze Zeit später. Wie und warum sie getötet wurde, dazu machte die Polizei keine Angaben. Etwas Ungehöriges sei passiert, sagte ein Ermittler der "New York Times". "An der Sache ist etwas faul."

jpz/AP

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