Horn von Afrika: Piraten verwechseln Kriegsschiff mit Frachter

Ein Angriffsversuch auf ein Schiff vor der Küste Ostafrikas ist gescheitert. Statt eines Frachters hatten sich Piraten versehentlich ein spanisches Kriegsschiff als Ziel ausgesucht. Im Feuer der Soldaten starb offenbar ein Angreifer, fünf weitere wurden verletzt.

Kriegsschiff Patiño: Gut gerüstet gegen PiratenZur Großansicht
AFP/ Spanish Ministry of Defence

Kriegsschiff Patiño: Gut gerüstet gegen Piraten

Madrid - Der Angriff auf die "Patiño" geschah in der Nacht zum Donnerstag: Piraten haben vor der Küste Ostafrikas ein spanisches Kriegsschiff angegriffen, das sie in der Dunkelheit offenbar mit einem Frachter verwechselt hatten. Die Piraten nahmen das Schiff der spanischen Marine von einem Motorboot aus unter Beschuss, teilte das spanische Verteidigungsministerium in Madrid mit. Die Besatzung des Kriegsschiffs erwiderte das Feuer und schlug die Seeräuber in die Flucht.

Ein Hubschrauber an Bord des Schiffes nahm nach Angaben des Ministeriums die Verfolgung des Motorboots auf. Sechs Piraten seien festgenommen worden. Fünf von ihnen seien bei dem Schusswechsel verletzt worden. Die Angreifer sagten bei ihrer Vernehmung aus, ein siebter Pirat sei getötet und von seinen Komplizen ins Meer geworfen worden. Von den spanischen Soldaten wurde niemand verletzt.

Die Zeitung "El País" berichtete unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, die Piraten hätten das Kriegsschiff wahrscheinlich für einen Frachter gehalten. Die Silhouette der "Patiño" ähnele einem Handelsschiff.

Das Versorgungsschiff der spanischen Kriegsmarine ist mit acht Maschinengewehren ausgerüstet und hat eine Besatzung von 154 Marinesoldaten. Es gehört zur EU-Schutztruppe "Atalanta", die die Schifffahrt am Horn von Afrika vor Piraten schützen soll.

ulz/dpa

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insgesamt 32 Beiträge
felisconcolor 12.01.2012
die Patino ist KEIN Schlachtschiff das ist ein stinknormaler Versorger, ok der spanischen Marine. ---Zitat--- The Patino auxiliary oiler and multiproduct replenishment ship Quelle: Patino Class - Naval Technology [...]
Zitat von sysopEin Angriffsversuch auf ein Schiff vor der Küste Ostafrikas ist gescheitert. Statt eines Frachters hatten sich Piraten versehentlich ein spanisches Kriegsschiff als Opfer ausgesucht. Im Feuer der Soldaten starb offenbar ein Angreifer, fünf weitere wurden verletzt. Horn von Afrika: Piraten verwechseln Kriegsschiff mit Frachter - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,808813,00.html)
die Patino ist KEIN Schlachtschiff das ist ein stinknormaler Versorger, ok der spanischen Marine. ---Zitat--- The Patino auxiliary oiler and multiproduct replenishment ship Quelle: Patino Class - Naval Technology (http://www.naval-technology.com/projects/patino/) ---Zitatende---
tradtke 12.01.2012
Damit dürften diese Intelligenzbestien heiße Kandidaten für den Darwin-Award 2012 sein. Herzlichen Glückwunsch!
Damit dürften diese Intelligenzbestien heiße Kandidaten für den Darwin-Award 2012 sein. Herzlichen Glückwunsch!
widower+2 12.01.2012
Zwar kein Schlachtschiff, aber doch ein Kriegsschiff und somit auf jeden Fall wehrhafter als ein normaler Frachter. Da kommt doch wirklich Schadenfreude auf, wenn man sich die Gesichter der Piraten in dem Moment vorstellt, in [...]
Zitat von felisconcolordie Patino ist KEIN Schlachtschiff das ist ein stinknormaler Versorger, ok der spanischen Marine.
Zwar kein Schlachtschiff, aber doch ein Kriegsschiff und somit auf jeden Fall wehrhafter als ein normaler Frachter. Da kommt doch wirklich Schadenfreude auf, wenn man sich die Gesichter der Piraten in dem Moment vorstellt, in dem sie ihren Irrtum bemerkt haben. Das war wohl ähnlich wie bei den beiden jugendlichen Schlägern, die vor 30 Jahren meinen 60-jährigen Kungfu-Lehrer (7.Dan) ausrauben wollten.
Micha_R3 12.01.2012
Na ja, von wegen "stinknormaler" Versorger: Immerhin hat das spanische Versorgungsschiff - zusätzlich zu den 148 Marinesoldaten + 19 für die Hubschrauber - noch etwas Beweaffnung: ---Zitat--- Patino Class weapons [...]
Zitat von felisconcolordie Patino ist KEIN Schlachtschiff das ist ein stinknormaler Versorger, ok der spanischen Marine.
Na ja, von wegen "stinknormaler" Versorger: Immerhin hat das spanische Versorgungsschiff - zusätzlich zu den 148 Marinesoldaten + 19 für die Hubschrauber - noch etwas Beweaffnung: ---Zitat--- Patino Class weapons systems The weapons systems include two Oerlikon 20mm guns and the vessel is fitted for two Izar FABA Systems Meroka 20mm close-in weapon systems (CIWS). The guns have a rate of fire of 1,440 rounds a minute and range of up to 2,000m. The Meroka CIWS includes infrared camera and video autotracker. ---Zitatende--- Dazu einen Landeplatz für bis zu 3 Kampfhubschrauber. Vielleicht dachten die Piraten ja es wäre ein deutsches Versorgungsschiff. Was haben DIE denn so zu bieten? Auf jeden Fall wären sie bei einem Misserfolg unverzüglich, wie gehabt, in heimischen Gefielden an der Küste ausgesetzt worden.
COM7 12.01.2012
Dennoch ist dieser Versorger ein K r i e g s s c h i f f. Eine brauchbare Definition gibt's bei Wikipedia. Im Übrigen scheinen die Piraten nicht viel dazu gelernt zu haben. Guggsdu hier: Überfall auf deutschen Marinetanker: [...]
Zitat von felisconcolordie Patino ist KEIN Schlachtschiff das ist ein stinknormaler Versorger, ok der spanischen Marine.
Dennoch ist dieser Versorger ein K r i e g s s c h i f f. Eine brauchbare Definition gibt's bei Wikipedia. Im Übrigen scheinen die Piraten nicht viel dazu gelernt zu haben. Guggsdu hier: Überfall auf deutschen Marinetanker: Gericht veurteilt Piraten zu fünf Jahren Haft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,716520,00.html)
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  • Donnerstag, 12.01.2012 – 19:29 Uhr
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Moderne Piraten - Gefahr am Horn von Afrika
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"Atalanta" und Eufor
An dem Anti-Piraten-Einsatz der Europäischen Union am Horn von Afrika nehmen bis zu 1400 Bundeswehrsoldaten teil. Derzeit sind es rund 240 deutsche Soldaten und die Fregatte "Bremen". Sie sollen gemeinsam mit Soldaten aus anderen europäischen Ländern die Schiffe des Welternährungsprogramms, bei Bedarf auch zivile Schiffe, vor Übergriffen schützen sowie die Seewege überwachen. Der Einsatzbereich umfasst bis zu 500 Seemeilen.

Laut EU-Beschluss lautet das Ziel der Mission: "die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen". Dazu gehört explizit auch der "Einsatz von Gewalt". Der bislang geltende Einsatz war bis zum 15. Dezember 2009 befristet.




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