Hunde-Entführung in Frankreich "30.000 Euro oder Kiki stirbt"

In Frankreich hat ein 29-Jähriger versucht, mit einer Hunde-Entführung Geld zu erpressen: Die Besitzerin des Yorkshires sollte 30.000 Euro an einer Bushaltestelle deponieren. Die Frau schaltete zum Leidwesen des Täters jedoch die Polizei ein.


Hamburg - Wegen einer Hunde-Entführung ist ein Mann in Frankreich zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem verhängte das Gericht in Besançon eine Geldstrafe von 500 Euro. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 29-Jährige den Yorkshire Kiki entführte und damit die Besitzerin des Hundes erpressen wollte.

"30.000 Euro oder Kiki stirbt", hieß es im März in der Botschaft an die Besitzerin. Das Geld sollte die Frau in einer Tasche an einer Bushaltestelle deponieren. Sie alarmierte aber die Polizei, die den Täter beim Einsammeln seiner Beute schnappte.

Der 29-Jährige gab den Erpressungsversuch zu. Er beteuerte aber, den Hund nicht entführt zu haben. Er habe vom Verschwinden des Tieres gehört und darin die Chance gesehen, seine finanziellen Probleme zu lösen. Dieser Version glaubten die Richter jedoch nicht - unter anderem, weil Kiki ausgerechnet am dem Tag wieder auftauchte, an dem der Mann aus der Untersuchungshaft freikam.

hut/AFP



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