Polizeieinsatz in Indien Kugel trifft Achtjährigen tödlich

In Indien ist ein Kind bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Der Regierungschef sagte der Familie des Jungens eine Entschädigung von rund 6000 Euro zu.

Yogi Adityanath, Regierungschef des nordindischen Bundesstaats Uttar Pradesh
REUTERS

Yogi Adityanath, Regierungschef des nordindischen Bundesstaats Uttar Pradesh


Ein achtjähriger Junge ist in Indien bei einem Polizeieinsatz gestorben. Die Sicherheitskräfte hatten bei einer Fahndung nach Räubern im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh Schüsse abgegeben. Dabei traf eine Kugel das Kind, das mit seinen Freunden im Dorf spielte. Dorfbewohner brachten den Achtjährigen in ein nahe gelegenes Krankenhaus, wo er kurz darauf starb.

Die Polizei habe Ermittlungen zu dem Fall eingeleitet. Wer die Kugel abgefeuert hatte, ist unklar. Die Dorfbewohner gaben an, dass außer den Polizisten niemand geschossen habe. Yogi Adityanath, Regierungschef von Uttar Pradesh, sprach der Familie des Jungen sein Beileid aus und sagte ihr eine Entschädigung von 500.000 Rupien (6388 Euro) zu.

Uttar Pradesh ist einer der Bundesstaaten mit der höchsten Kriminalitätsrate Indiens. Der Regierungschef hatte bei seinem Amtsantritt im März ein hartes Vorgehen gegen Kriminelle angekündigt. Er geriet jedoch in die Kritik, weil er in einer Rede gesagt haben soll, Verbrecher sollten "entweder ins Gefängnis geschickt oder bei Begegnungen mit der Polizei erschossen werden".

ans/afp



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