Lebenslänglich Indischer Guru wegen Vergewaltigung verurteilt

Im Norden Indiens ist ein bekannter Guru wegen Vergewaltigung einer 16-Jährigen verurteilt worden. Er soll eine lebenslange Haftstrafe verbüßen.

Guru Asaram nach seiner Festnahme (Archivbild)
REUTERS

Guru Asaram nach seiner Festnahme (Archivbild)


In der nordindischen Stadt Jodhpur ist der Guru Asaram für schuldig befunden worden, im Jahr 2013 in einem Aschram im Bundesstaat Rajasthan eine damals 16-jährige Anhängerin vergewaltigt zu haben. Das Gericht verurteilte ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe. Der religiöse Führer kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

In dem Fall gab es vier weitere Angeklagte, von denen zwei bereits im Jahr 2013 verurteilt worden waren. Die anderen beiden wurden freigesprochen. Neun Zeugen hatten vor Gericht gegen Asaram ausgesagt und wurden dafür brutal angegriffen, drei von ihnen starben an den Folgen der Übergriffe.

Der 77-jährige Guru sitzt bereits seit September 2013 im Gefängnis. Gegen ihn und seinen Sohn läuft ein weiteres Verfahren wegen der Vergewaltigung zweier Schwestern.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Asaram betreibt laut eigenen Angaben in Indien und anderen Ländern etwa 400 Aschrams, in denen Meditation und Yoga gelehrt werden. Er behauptet, Millionen Anhänger zu haben.

Zur Urteilsverkündung wurden in der Region um Jodhpur strenge Sicherheitsvorkehrungen für den Fall wütender Proteste von Anhängern Asarams getroffen. Es gibt bislang keine Berichte über Gewalt. Im vergangenen August hatte es in Nordindien Krawalle mit 38 Toten gegeben, als der Guru Ram Rahim wegen Vergewaltigung verurteilt wurde.

In den vergangenen Wochen hatte es in Indien Proteste wegen mehrerer aufsehenerregender Sexualmorde an Minderjährigen gegeben. Die Regierung brachte am Wochenende einen Erlass auf den Weg, der die Vergewaltigung von Kindern unter zwölf Jahren unter Todesstrafe stellt.

ala/dpa



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