Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung Fünf Frauen in Indien verschleppt

Bewaffnete Männer haben in Indien Aktivistinnen gegen Menschenhandel angegriffen. Fünf Frauen wurden in einen Wald verschleppt und offenbar vergewaltigt.

Proteste gegen Vergewaltigungen in Indien
AFP

Proteste gegen Vergewaltigungen in Indien


Fünf Aktivistinnen gegen Menschenhandel sind in Indien verschleppt und mutmaßlich vergewaltigt worden. Sechs bewaffnete Männer griffen am Dienstag eine Gruppe von Mitarbeitern einer gemeinnützigen christlichen Organisation an, die in einem Dorf im ostindischen Bundesstaat Jharkhand ein Theaterstück aufführten, wie die örtliche Polizei am Freitag mitteilte.

Die Täter schlugen demnach die männlichen Aktivisten und verschleppten die Frauen in einen Wald. Dort wurden die Opfer im Alter zwischen 19 und 35 Jahren nach eigenen Angaben vergewaltigt. Nach einigen Stunden wurden sie wieder freigelassen.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter einer Gruppe angehören, die extrem feindselig gegenüber Fremden in ihrer Region ist, wie unter anderem BBC berichtete. Sie hätten in dem Auftritt womöglich eine Einmischung in die Selbstverwaltung der dort lebenden Ureinwohner gesehen und ein Zeichen setzen wollen. Ein Verdächtiger wurde der Nachrichtenagentur dpa zufolge festgenommen. Laut anderen Quellen, etwa der BBC, hat es noch keine Festnahmen gegeben.

Die Ergebnisse einer medizinischen Untersuchung, um festzustellen, ob die Frauen tatsächlich vergewaltigt worden waren, stehen noch aus.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder ist ein großes Problem in Indien. Laut BBC wurden im Jahr 2016 etwa 40.000 Vergewaltigungsfälle angezeigt. Es werde vermutet, dass die Dunkelziffer deutlich höher sei - viele Opfer würden die Taten nicht anzeigen, da Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch ein Stigma anhafte.

bbr/dpa

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