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Indonesien: Rohrstockhiebe für Trinken, Glücksspiel und Flirten

Eine Frau wird in Indonesien ausgepeitscht Zur Großansicht
DPA

Eine Frau wird in Indonesien ausgepeitscht

In Indonesien sind 18 Menschen öffentlich ausgepeitscht worden. Unter ihnen auch ein junges Pärchen, das sich verbotenerweise gemeinsam in der Öffentlichkeit gezeigt hatte.

Ein junges Paar ist in Indonesien öffentlich ausgepeitscht worden. Der 21 Jahre alte Mann und seine zwei Jahre jüngere Freundin trugen weiße Gewänder, während sie jeweils zehn Schläge mit einem Rohrstock verpasst bekamen.

Das Vergehen der Jugendlichen: Die beiden wurden gemeinsam gesehen, sind aber nicht verheiratet. Das Ganze geschah in der indonesischen Provinz Aceh, die als streng islamisch gilt.

Nach Angaben der indonesischen Nachrichtenagentur Antara verfolgten Tausende Menschen die Bestrafung. Unter den Zuschauern soll auch der Bürgermeister der Provinzhauptstadt Banda Aceh gewesen sein. Die Bestrafung "soll abschrecken", wird der Politiker von der Agentur zitiert.

Außer dem jungen Pärchen wurden 16 weitere Menschen ausgepeitscht, weil sie Alkohol getrunken hatten oder beim Glücksspiel erwischt worden waren.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Die Provinz Aceh ist die einzige des Staates, in der die islamische Rechtsordnung Scharia gilt. Bei Sex vor der Ehe drohen hundert Peitschenhiebe und hundert Monate Gefängnis.

jal/dpa

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