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Prozess in Spanien: Gericht hält Anklage gegen Infantin Cristina aufrecht

Infantin Cristina: Anklage bleibt bestehen Zur Großansicht
REUTERS

Infantin Cristina: Anklage bleibt bestehen

Infantin Cristina, Schwester des spanischen Königs Felipe, muss sich weiter vor Gericht in Palma de Mallorca verantworten. Die Richter lehnten es ab, die Anklage wegen Beihilfe zum Steuerbetrug gegen die 50-Jährige fallenzulassen.

Die spanische Infantin Cristina, die Schwester von König Felipe VI., bleibt im Prozess um einen Finanzskandal unter Anklage. Ein Gericht in Palma de Mallorca lehnte den Antrag der Verteidigung ab, die Anklage zurückzuziehen. Der 50-Jährigen wird zur Last gelegt, ihrem Mann, Iñaki Urdangarin, Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet zu haben. Der Ex-Handballstar ist in dem Prozess einer der Hauptangeklagten.

Urdangarin soll als Präsident einer Stiftung mit einem Geschäftspartner rund sechs Millionen Euro Steuergelder unterschlagen haben. Cristina ist in der Geschichte der spanischen Monarchie die erste nahe Verwandte eines Königs, die in einem Finanzverfahren angeklagt ist.

Der Prozess startete am 11. Januar. Neben Urdangarin gibt es 16 weitere Beschuldigte. Cristina droht im Fall ihrer Verurteilung eine Haftstrafe von acht Jahren, ihr 47-jähriger Ehemann riskiert bis zu 19 Jahre Gefängnis. Der Prozess ist auf sechs Monate angesetzt. Der Finanzskandal bedeutet für die spanische Monarchie ein weitere, schwere Krise.

gam/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Schickt mal eine Delegation
frenchie3 29.01.2016
aus Griechenland zur Prozeßbeobachtung. Kann die EU gerne als Seminar für Finanzbeamte bezuschussen
2. lach
ferdi111 29.01.2016
Das läuft so wie bei uns: Es kommt zu einem "Prozess"...nach 4 Wochen trifft man sich in dem Hinterzimmer...nach 10 min prostet man sich zu...in den Zeitungen steht mit großen Buchstaben "8 Jahre Haft" und im Kleingedruckten "davon 6 Jahre auf Bewährung und die anderen zwei Jahre gelten nach Paragraph 0,0 Absatz 0 als abgesessen"! Und auf den Strassen sagt dann jeder..das hat sie verdient! So läufts...immer das gleiche...immer!
3. gleiches Recht für alle und jedermann
imri.rapaport 29.01.2016
wäre schön richtig, aber das spanische Königshaus ist vom Pech verfolgt. Dabei spielt die Tatsache, dass man schwerlich alte Privilegien nicht ablegen kann eine gewisse Rolle. Die Schwester des vorherigen König müsste in Palma eine illegale Aufstockung ihres Hauses durch Abriß zurücknehmen usw. usw. Vielleicht sollten die Spanier besser einen Präsidenten nominieren und den Adel gänzlich abschaffen. Dann gäbe es aber weniger Skandale, zum Leidwesen der Presse.
4. Der spanische Ex König soll auch gezwungen
eduard_horwath 29.01.2016
werden einen DNA Test abzugeben, damit seine Vaterschaft in einigen Fällen geklärt werden kann.
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