Inzest, Sodomie, Abtreibung: Fünf Männer sollen Kinder und Enkel über Jahre vergewaltigt haben

Schrecklicher Verdacht: Auf einer Farm im US-Bundesstaat Missouri sollen ein Mann und seine vier Söhne über Jahre die Kinder der Großfamilie sexuell missbraucht haben. Auf dem Grundstück der Sippe sollen außerdem Leichenteile gefunden worden sein.

Missbrauch in Missouri: Das Horrorhaus in Bates City Fotos
AP/ Lafayette County Sheriffs Department

Chicago - Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden die Verdächtigen festgenommen und am Dienstag wegen Kindesmissbrauchs in mehreren Fällen angeklagt. Unterdessen durchsuchten die Ermittler das Anwesen in Bates City nach möglichen Leichen. Sheriff Kerrick Alumbaugh sagte, es gebe an mehreren Stellen auf dem Gelände Anzeichen für sterbliche Überreste.

Die sechs Kinder eines der Verdächtigen sollen den Angaben zufolge von 1988 bis 1995 von ihrem Großvater, Vater und ihren Onkeln mehrfach vergewaltigt worden sein. Der schreckliche Fall kam ans Licht, als eine heute 26 Jahre alte Tochter der Polizei im vergangenen August von dem Missbrauch erzählte.

Unter anderem sollen die Männer im Hühnerstall "Hochzeiten" mit den fünf Mädchen inszeniert haben, bei denen sich die Kinder mit Blumen schmücken und bestimmte Kleider tragen mussten. Auch der einzige Junge sei regelmäßig missbraucht worden.

Die 26-jährige Zeugin sagte laut Polizei aus, sie sei erstmals im Alter von fünf Jahren missbraucht worden. Mit elf sei sie schwanger geworden und zu einer Abtreibung gezwungen worden. Der Großvater habe eine Glastür mit einer Decke verhängt und gesagt: "Ihr werdet alle Spaß haben", erinnert sich die Zeugin laut Anklageschrift. Einmal sei sie gezwungen worden, dem sexuellen Missbrauch ihres Bruders beizuwohnen, ein anderes Mal soll ein Hund in die Sexspiele einbezogen worden sein.

Sie und ihre Geschwister hätten damals ihre Erfahrungen niedergeschrieben und in Einmachgläsern auf dem Grundstück vergraben. Davon hätten sich die Kinder erhofft, das Erlebte wieder zu vergessen. Mittlerweile haben den Behörden zufolge auch die anderen Geschwister ausgesagt. Die Polizei grabe das Grundstück auf der Suche nach den grauenvollen Botschaften um.

Jetzt wird befürchtet, dass die mutmaßlichen Täter auch andere Kinder missbraucht haben könnten. "Wir glauben, dass es weitere Opfer gibt", erklärte Sheriff Alumbaugh und appellierte an mögliche Zeugen, sich bei der Polizei zu melden . "Pädophile belassen es nicht bei einem Opfer. Sie machen immer weiter."

ala/AP/AFP

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