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Türkei: Polizist bei Selbstmordanschlag in Istanbuler Touristenviertel getötet

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DPA

Anschlag auf Polizeiwache in Istanbul: Großeinsatz im Touristenviertel

Die Attentäterin starb, ein Polizist erlag seinen Verletzungen. Im Touristenzentrum Sultanahmet in der Altstadt der türkischen Metropole Istanbul hat es einen Anschlag gegeben.

Istanbul - Bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Polizeiwache im Touristenviertel Sultanahmet in der Altstadt Istanbuls sind offiziellen Angaben zufolge zwei Menschen gestorben. Eine Selbstmordattentäterin riss demnach einen Polizisten mit in den Tod. Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete ebenso wie mehrere türkische Fernsehsender, der Polizist sei an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Istanbuls Gouverneur Vasip Sahin sagte, ein weiterer Polizist sei bei der Detonation in Sultanahmet leicht verletzt worden. Die Attentäterin habe Englisch gesprochen. Sie habe vorgegeben, ihre Geldbörse in der Wache vergessen zu haben, bevor sie sich in die Luft gesprengt habe. Die Hintergründe des Anschlags und die Identität der Attentäterin würden untersucht, sagte Sahin. Identität und Nationalität der Frau seien bislang nicht bekannt.

Die Polizei riegelte das Gelände um den Tatort ab. In Sultanahmet liegen die weltberühmte Hagia Sophia und die Blaue Moschee, beliebte Ziele bei Touristen.

Erst am Neujahrstag hatte ein bewaffneter Mann vor dem ehemaligen Sultanspalast Dolmabahçe in Istanbul zwei Handgranaten auf Polizisten geworfen. Die Granaten seien aber nicht explodiert, sagte der Polizeichef der Stadt. Der Angreifer sei "Mitglied einer bekannten Terrororganisation" und habe in der Vergangenheit bereits eine Haftstrafe verbüßt. Zu der Tat bekannte sich die linksradikale Gruppe DHKP-C.

In der Türkei herrscht seit längerem Sorge vor möglichen Anschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), deren Territorium sich inzwischen bis zur syrisch-türkischen Grenze erstreckt. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hatte in den vergangenen Monaten ebenfalls mit einem Ende des Waffenstillstands gedroht.

wit/dpa/Reuters/AFP

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