21 Tote Vier Festnahmen nach Hauseinsturz in Istanbul

Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Istanbul mit 21 Toten befinden sich vier Menschen in Gewahrsam. Ihnen wird offenbar fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Eingestürztes Haus in Istanbul
AFP

Eingestürztes Haus in Istanbul


Etwa eine Woche nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses in Istanbul hat die Polizei vier Menschen festgenommen. Ihnen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, berichteten regierungsnahe Medien. Unter den Festgenommenen sei auch ein Gebäudeinspektor der Stadt.

Bei dem Unglück im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der türkischen Metropole waren 21 Menschen ums Leben gekommen. Der Gouverneur von Istanbul, Ali Yerlikaya, sowie der Minister für Umwelt und Stadtplanung, Murat Kurum, hatten berichtet, dass die obersten drei Stockwerke des Hauses ohne Baugenehmigung errichtet worden seien. Erste Untersuchungen hatten demnach zudem den Gebrauch qualitativ schlechter Baumaterialien ans Licht gebracht.

Seit dem Unglück haben Behörden in Istanbul und anderen türkischen Städten zahlreiche Gebäude räumen lassen. Die genaue Ursache des Einsturzes ist weiterhin unklar. In Istanbul ist der Bau von zusätzlichen Stockwerken ohne Genehmigung ein verbreitetes Problem. Die Praxis ist besonders gefährlich, weil die Großstadt in einem Erdbebengebiet liegt.

wit/dpa



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