Schlag gegen 'Ndrangheta Italienische Ermittler spüren Mafia-Bosse in Bunker auf

Offenbar über Jahre hausten zwei italienische Schwerverbrecher in einem Bunker in den Bergen. Jetzt hoben Fahnder die Räuberhöhle aus - und fanden auch gleich jede Menge Waffen.

Waffenfund in Mafiahöhle: Fahndungserfolg in Italien
AFP/ Italian Police

Waffenfund in Mafiahöhle: Fahndungserfolg in Italien


In einem Bunker in den Bergen hat die italienische Polizei zwei der meistgesuchten Mafia-Bosse des Landes entdeckt. Der 47-jährige Giuseppe Ferraro und der zehn Jahre jüngere Giuseppe Crea hätten in ihrem Versteck "wie Tiere gelebt", teilte die Polizei mit. Die Polizisten fanden ein Waffenarsenal mit Maschinenpistolen, Gewehren und Pistolen.

Die beiden Männer sollen der 'Ndrangheta angehören. Ferraro wurde in Abwesenheit für eine Serie von Morden verurteilt, die Polizei stufte ihn als "extrem gefährlich" ein. Er war seit 18 Jahren auf der Flucht. Crea wurde seit zehn Jahren wegen seiner Mafia-Zugehörigkeit und Erpressung gesucht.

Kontakt zur Unterwelt

Die beiden Männer hätten in einem Betonbunker hinter dichtem Gebüsch und Bäumen gelebt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Demnach befand sich das Versteck nahe dem Ort Maropati in der südlichen Region Kalabrien. Trotz ihres abgeschiedenen Daseins hätten die beiden Männer vielfach Kontakt zur Unterwelt gehabt.

Die 'Ndrangheta ist eine der gefährlichsten, reichsten und mächtigsten Mafiavereinigungen Italiens. Sie soll einen Großteil des weltweiten Kokainhandels kontrollieren. In den vergangenen drei Jahrzehnten breitete sich die Gruppe immer weiter in den Norden Italiens aus, wo sie unter anderem Unternehmen zur Geldwäsche nutzt.

sms/dpa/AFP

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insgesamt 5 Beiträge
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vegeta73 29.01.2016
1. Nicht eine der reichsten
sondern DIE reichste und wichtigste der ital. Mafien. Sie hat Deutschland wegen der laschen Gesetze gegen organisierte Kriminalität zur Geldwaschmaschine in Gebrauch. Man geht von circa 40 Milliarden recycliertem Geld aus in Deutschland. Das Hilfsangebot Italiens wurde abgeschlagen. Lieber selbst weiterwursteln im nicht harmonisierten System der föderalen Steuerstrukturen.
spektakel2 30.01.2016
2. Strafe schon abgesessen?
Also immer wenn ich von Verbrechern höre die sich in Kellern, Bunkern, Erdlöchern und Schweineställen vor dem Knast verstecken denke ich mir: Das ist ja eine noch härtere Strafe als Knast.
KurtT. 31.01.2016
3.
Zitat von spektakel2Also immer wenn ich von Verbrechern höre die sich in Kellern, Bunkern, Erdlöchern und Schweineställen vor dem Knast verstecken denke ich mir: Das ist ja eine noch härtere Strafe als Knast.
Kommt drauf an, vor allem auf die jeweilige "Sozialisierung" und die Fähigkeit, sich extrem limitierten Umständen anpassen zu können > der relevante Unterschied zwischen Haft und "Freiheit": Im Knast braucht der Delinquent (NACH der U-Haft) kaum noch Angst vor dem "Erwischtwerden" zu haben, kann - oder könnte - den Status des "auf_sich_selbst_beschränkten", eines "Verbrechers" auch selbstkritisch hinterfragen - was aber nur selten passiert! Denn stattdessen arrangiert man sich - mehr oder weniger erfolgreich - mit den spezifischen Vorgaben, mit den im Knast "gültigen Gesetzen", versucht diese selber zu "gestalten" > und diese "Spielregeln", die einen gewissen "Schutzraum", sogar "Freiräume" ermöglichen, werden im Knast (weil sie dort normalerweise "alternativlos", auch "personalisiert" sind) zur "verinnerlichten" Konditionierung, die dann in die "Freiheit", auch in eine "kriminelle" mitgenommen wird. Denn spätestens dann meint man erkannt zu haben, dass es sehr "archaische", fast schon "kulturlose Spielregeln" sind, die - unter einer sehr "fadenscheinigen" Schicht des Zivilisierten verborgen, bis man "erwischt" wird - auch "draußen" Handlungsanleitung sein könnten > und sich de facto als "'entfesselte' Anarchie" zeigt, als Fehlinterpretation des eigentlichen Wesens der "Aufklärung", der Pflicht zur permanenten und kritischen Hinterfragung des Status quo, analog mit den "fließenden Gesetzmäßigkeiten" der Evolution ...* * Der "antike Grieche" Diogenes soll - u.a. in einem Fass wohnend - "vorgelebt" haben, wie man "Spielregeln brechen" könne. MIR näher sind jedoch die Erkenntnisse von z.B. Platon und Epikur, insbes. in Sachen "Sinn des Lebens", als Metapher für den ewigen Kampf im Spannungsfeld zwischen "Gut & Böse", den "zwei Seiten der selben Medaille": die nur - als "Weg & Ziel" verstanden - eine Annäherung an das Ideal erlauben. Weil JEDER Mensch per se "Opfer & Täter" zugleich ist, sich bestenfalls bemühen kann, mehr "gut" als "böse" zu sein - und damit seine eigene Unvollkommenheit akzeptiert > weshalb wohl überhaupt erst aus dem menschlichen Geist dessen größte Idee entstehen konnte, die von einer "in sich selbstverständlichen" Wesenheit, einem "barmherzigen Gott", der "Liebe & Gesetz" sei, jetzt und ewig sozusagen ... Höhlengleichnis Das Wahre scheint, der Schein oft wahr - und doch bleibt es das Licht: das suchen lässt uns immerdar - auch wenn wir's finden nicht ... © Peter H. alias KurtT. * * Inspiriert von "Alibaba und die vierzig Räuber", NICHT von diesem "alten Griechen" Platon ... Angenehmen Sonntag noch!
jamguy 31.01.2016
4.
Zitat von spektakel2Also immer wenn ich von Verbrechern höre die sich in Kellern, Bunkern, Erdlöchern und Schweineställen vor dem Knast verstecken denke ich mir: Das ist ja eine noch härtere Strafe als Knast.
hauptsache frei ,aber ich bin mir sicher das die Festnahmen keine Bosse fasste sondern die längst ausgewecdhselt sind und lediglich die letzte Zuflucht behausten?
subiccrit 03.02.2016
5. follow the money
Also wenn das die Bosse sein sollen, dann arme Organisation. Ich denke mal das waren 2 Killer die sich dort versteckt haben und die wirklichen Bosse ganz woanders agieren. Mit 40 Mrd. könnte man alle möglichen Domizile haben- von Luxusyachten bis hinzu Penthäusern in Monte Carlo oder auf den Bahamas -aber nicht in einer Höhle, wo sie fast wie Tiere lebten. Ein bisschen mehr Info´s wird es doch nach 20 Jahren Ermittlungsarbeit geben. 40 Mrd. passen nicht in eine Kiste in den Höhlen-sondern das Geld wird wohl prächtigst zirkulieren-aber da scheinen die Behörden entweder blind zu sein- oder wollen blind sein.
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