Betrugsfall in Italien Pfarrer soll Anleger um Millionensumme gebracht haben

Rund 300 Personen sind betroffen, der Schaden beträgt 30 Millionen Euro: In Italien steht ein Geistlicher unter Verdacht, Anleger mit einem komplizierten Betrugssystem getäuscht zu haben.


In Italien ist ein Pfarrer festgenommen worden, weil er Anleger mit einer Art Schneeballsystem getäuscht haben soll. Laut Polizei gab der Mann unter anderem vor, mit dem Geld würde eine wohltätige Stiftung unterstützt. Insgesamt soll er rund 300 Betroffene um 30 Millionen Euro gebracht haben.

Der 64-Jährige habe sich das Vertrauen vor allem älterer Menschen erschlichen, teilte die Polizei mit. Durch ein für Laien undurchschaubares Geflecht von Scheinfirmen und Transaktionen sei es ihm und mehreren Komplizen gelungen, Millionensummen in die eigene Tasche zu stecken.

Der aus Argentinien stammende Prälat arbeitete als Militärpfarrer in Italien und steht nun unter Hausarrest. Er weist die Vorwürfe laut der Nachrichtenagentur Reuters zurück. Ein anderer Beschuldigter sei verantwortlich, er selbst habe von Finanzen keine Ahnung, so der Geistliche.

hut/AFP/AP/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.