Kinderporno-Prozess Magier Jan Rouven bekennt sich schuldig

Jan Rouven steht in den USA wegen des Besitzes Tausender Kinderpornos vor Gericht. Nun räumte der deutsche Magier überraschend in mehreren Anklagepunkten seine Schuld ein.

Magier Jan Rouven (Juni 2013)
DPA

Magier Jan Rouven (Juni 2013)


Der deutsche Magier Jan Rouven hat sich in dem US-Prozess gegen ihn wegen Besitzes von Kinderpornografie überraschend schuldig bekannt. Nach Angaben des Gerichts und der Staatsanwaltschaft in Las Vegas räumte der 39-Jährige aus Kerpen in mehreren Anklagepunkten seine Schuld ein.

Der Prozess gegen Rouven hatte am Montag begonnen. Das Strafmaß soll am 16. März 2017 bekannt gegeben werden. Dem Deutschen droht eine jahrzehntelange Haftstrafe, mindestens aber fünf Jahre.

Rouven wird vorgeworfen, Kinderpornografie empfangen, besessen, verbreitet und beworben zu haben. Laut Anklage entdeckten FBI-Ermittler auf Laptops, Festplatten und anderen Geräten in Rouvens Villa Tausende Videos und Fotos, die unter anderem auch Sex mit Kindern zeigen.

Der Magier war im März dieses Jahres festgenommen worden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Ein Antrag auf Freilassung gegen Kaution wurde abgelehnt. Es bestünde Fluchtgefahr, außerdem sei Rouven eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Bei der Anklageerhebung hatte er zunächst auf "nicht schuldig" plädiert.

aar/dpa/AP



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