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Vermeintliche Tonpuppe: Frau in Japan verschickt Leiche mit der Post

Ein rätselhafter Mordfall beschäftigt die japanischen Behörden: Eine 29-Jährige soll eine ehemalige Schulfreundin erstochen und ihre Leiche per Post verschickt haben. Dann nahm sie offenbar die Identität der Toten an.

Endstation Lagerraum: In Japan hat eine Frau ihr Opfer mit der Post verschickt Zur Großansicht
AFP

Endstation Lagerraum: In Japan hat eine Frau ihr Opfer mit der Post verschickt

Tokio - Japanische Ermittler haben in einem Lagerraum in der Stadt Hachioji ein Paket mit einer Frauenleiche entdeckt. Japanischen Medienberichten zufolge handelt es sich um die Leiche einer 29-jährigen Krankenschwester aus dem etwa 400 Kilometer entfernten Osaka.

Offenbar hatte eine ehemalige Schulkameradin des Opfers, eine Brasilianerin mit japanischen Wurzeln, die junge Frau in ihrer Wohnung mit einem Messer getötet. Den Berichten zufolge gab die mutmaßliche Täterin die Leiche dann bei einem Kurierdienst als "Tonpuppe" in einem zwei Meter langen Karton auf.

Adressatin des Pakets soll eine chinesische Bekannte gewesen sein, mit der die Verdächtige zusammen wohnte. Die beiden Frauen verstauten die Leiche später vermutlich gemeinsam in dem Lagerraum - den sie unter dem Namen des Opfers anmieteten.

Die Frau soll daraufhin die Identität der Toten angenommen und deren Pass gefälscht haben. Dann reiste sie den Angaben zufolge unerkannt nach Schanghai aus. Doch offenbar verließ die 29-Jährige dort die kriminelle Energie: Dort stellte sie sich den Behörden und wurde festgenommen. Über ihr Motiv wurde nichts bekannt.

gam/dpa/AFP

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