Japanischer Exzentriker Erotik-Fetischist unter Mordverdacht

Eigentlich galt er nur als harmloser Spinner, der sich an der Unterwäsche von jungen Damen ergötzte. Jetzt aber verdächtigen japanische Behörden den bekannten Dessous-Liebhaber Oshitani, eine Frau ermordet zu haben.


Tokio - Zunächst hatten die Japaner sich noch über ihren 48-jährigen Landsmann Kazuo Oshitani amüsiert - aber inzwischen ist der Spaß vorbei: Der bekennende Damen-Unterwäsche-Fetischist Oshitani wurde inzwischen festgenommen, der Grund ist ernst: "Er steht im Verdacht, 1994 eine Frau beraubt und ermordet zu haben", sagte ein Polizeisprecher. Der Festgenommene beteuerte seine Unschuld.

Ursprünglich interessierte sich die Polizei für den dreifachen Vater Oshitani lediglich, weil 170 Nachbarn über seine Angewohnheit klagten, Unterwäsche von jungen Frauen überall aufzuhängen, ob es nun an Fahrrädern, Scheibenwischern oder Eingangstüren war. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei neben Nylonstrümpfen und Slips auch Erotik-Artikel. Nebenbei nahm sie auch genetische Fingerabdrücke von der Unterwäsche. Daraus ergab sich jetzt der Verdacht, Oshitani könne für einen 1994 in einem Hotel in Osaka begangenen Mord verantwortlich sein.

sam/AFP



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