Missbrauchsskandal: Savile soll für 200 Verbrechen verantwortlich sein

Scotland Yard spricht von einem Skandal in "noch nie dagewesenen Ausmaß": Laut Polizei könnte der frühere BBC-Moderator Jimmy Savile bis zu 199 Verbrechen begangen haben. Darunter sollen mehr als 30 Vergewaltigungen sein.

Ehemaliger BBC-Moderator Savile: Missbrauchsskandal erschüttert England Zur Großansicht
DPA

Ehemaliger BBC-Moderator Savile: Missbrauchsskandal erschüttert England

London - Auf das Konto des verstorbenen BBC-Starmoderators Jimmy Savile gehen nach Angaben der britischen Polizei fast 200 mutmaßliche Verbrechen. Seit Beginn der Ermittlungen in dem Skandal um Kindesmissbrauch hätten sich 589 Menschen mit Informationen gemeldet, darunter 450 mutmaßliche Opfer Saviles, teilte Scotland Yard mit.

Die Aussagen hätten ergeben, dass Savile für 199 Verbrechen verantwortlich sein könnte, darunter für 31 Fälle von Vergewaltigung. Es handle sich um einen Skandal in einem "noch nie dagewesenen Ausmaß". Rund 80 Prozent der mutmaßlichen Opfer seien Kinder oder Jugendliche gewesen, ähnlich hoch sei der Anteil weiblicher mutmaßlicher Opfer gewesen, teilte die Polizei mit.

Der Skandal war durch eine Dokumentation des britischen Senders ITV ins Rollen gekommen. Im Oktober wurden Ermittlungen eingeleitet, im Zuge derer bereits mehrere britische Prominente vorübergehend festgenommen wurden. Auch die BBC steht seither schwer unter Druck: Ein kritischer Bericht über Savile war nie gesendet worden, später wurden hingegen Missbrauchsvorwürfe gegen einen unschuldigen Tory-Politiker verbreitet. BBC-Chef George Entwistle trat daraufhin zurück. Savile war im vergangenen Jahr im Alter von 84 Jahren gestorben.

hut/AFP

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insgesamt 2 Beiträge
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1. maximal 199 ?
alt_f4 12.12.2012
was ist den das für eine Fantasie-Zahl. Warum Obergrenze. Für den Mann waren seine Ausflüge, wie für andere der regelmäßige Puffbesuch. Da ist eher eine Frage von Dunkelziffer etc. UND Warum in die ferne schweifen? Die Missbrauchs-Hotlines in Deutschland wurden geflutet, weil man nich damit umgehen konnte, als die die Hemmschwelle einiger Opfer von der Zeit überholt wurde... Da kommt einem der man vor wie ein überflüssiger Sündenbock. Da sollten wir uns mal um die LEBENDEN TÄTER kümmern statt uns auf die Toten zu stürzen. Es gibt genug Täter, die prima ihre Begierden ausleben in exklusiven Clubs.... scheinheilig sowas.. Es ist leicht die Toten zu beschimpfen...
2. Nix gewußt?
hase+frida 13.12.2012
Es kann doch wohl nicht sein, daß sich nie jemand an die Öffentlichkeit oder Polizei gewendet hat. Dieser Fall muß komplett aufgearbeitet werden und diejenigen die davon wußten und nichts unternahmen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
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