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Pokerspieler Strassmann: Obduktion bestätigt Tod durch Ertrinken

Fluss Ljubljanica: Vermisster deutscher Poker-Profi in Slowenien tot aufgefunden Zur Großansicht
DPA

Fluss Ljubljanica: Vermisster deutscher Poker-Profi in Slowenien tot aufgefunden

Der deutsche Poker-Profi Johannes Strassmann ist "definitiv ertrunken". Das hat die Obduktion seiner Leiche in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana ergeben. Hinweise auf Gewaltanwendungen gibt es nicht.

Ljubljana - Die Autopsie hat die bisherigen Vermutungen bestätigt: Der deutsche Profi-Pokerspieler Johannes Strassmann, dessen Leiche am vergangenen Freitag in Ljubljana aus dem Ljubljanica-Fluss geborgen wurde, "ist definitiv ertrunken". Auch die Obduktion habe keine Hinweise auf Gewaltanwendung ergeben, sagte Polizeisprecher Vinko Stojnsek in der slowenischen Hauptstadt.

Der in Bonn geborene und in Wien lebende Pokerstar hatte von Slowenien aus an die kroatische Adriaküste reisen wollen. Die Behörden versuchten immer noch herauszufinden, wie Strassmann in den Hochwasser führenden Fluss gelangte, heißt es von Ermittlern. Da es keine Augenzeugen gebe, bleibe weiter unklar, ob er selbst sprang.

Strassmann war zuletzt am Abend des 21. Juni in Ljubljana lebend gesehen worden. Er hatte sich mit Freunden getroffen. Aus unbekannten Gründen setzte er sich von der Gruppe am Gornji trg, dem Prachtplatz der slowenischen Hauptstadt, ab. Sein Verschwinden sei erst nach 17 Stunden der Polizei gemeldet worden, heißt es.

Die von einigen Medien berichteten Entstellungen des Körpers seien durch das tagelange Liegen der Leiche im Wasser zu erklären, widersprachen Ermittler Spekulationen über Gewaltanwendungen. Da vermutlich keine Straftat vorliege, sollen die Obduktionsergebnisse der Alkohol- und Drogentests nur dem Staatsanwalt und eventuell der Familie mitgeteilt werden, aber nicht der Öffentlichkeit.

Strassmann habe "fast nie Alkohol getrunken", sagte der in Salzburg lebende Poker-Profi Markus Golser. Das habe er mit eigenen Augen erst vor zwei Monaten bei einem langen Abendessen in Wien wieder gesehen. Drogen habe Strassmann nie angerührt. Im Gegenteil - er habe in den vergangenen Monaten "durch Meditation zu sich selbst und zu seiner inneren Mitte finden wollen".

wit/dpa

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