Mord an Jennifer Hudsons Familie: Schuldspruch für Ex-Schwager

Das Verbrechen erschüttert Amerika, nicht nur, weil es um die Familie von Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson geht: Ein Mann tötet aus Eifersucht drei Menschen - darunter ein sieben Jahre altes Kind. Jetzt wurde der Täter wegen dreifachen Mordes schuldig gesprochen.

Morde an Jennifer Hudsons Familie: Quälende Zeugenaussagen Fotos
AP

Chicago - Sichtlich erschüttert nahm Jennifer Hudson das Urteil auf: William B., der Ex-Schwager der Oscar-Preisträgerin, ist des dreifachen Mordes schuldig gesprochen worden.

Die Geschworenen verkündeten das Urteil am Freitagabend Ortszeit nach mehrtägiger Beratung in Chicago. Dem 30-Jährigen wird vorgeworfen, im Oktober 2008 aus Eifersucht die Mutter, den Bruder und den sieben Jahre alten Neffen der Sängerin und Schauspielerin erschossen zu haben. Das Strafmaß wurde noch nicht festgelegt.

Nach Wochen quälender Zeugenaussagen über die Morde an ihren Familienmitgliedern wurde Jennifer Hudson bei Bekanntgabe des Urteils von ihren Gefühlen überwältigt. Sie weinte, als der Schuldspruch verlesen wurde, sie hatte jeden Tag im Gerichtssaal selber verfolgt und brach immer wieder in Tränen aus, wenn Fotos ihrer Verwandten als Beweisstücke gezeigt wurden.

Hudson hatte gleich am ersten Tag des Prozesses vor knapp drei Wochen ausgesagt und ihre Abneigung gegen B. beschrieben. "Ich wollte nie da sein, wo er ist", sagte die 30-Jährige über ihren gleichaltrigen Ex-Schwager. Er habe ihrer Schwester mit der Ermordung ihrer Familie gedroht, wenn sie ihn verlasse.

Der 30-jährige William B. hatte die Tat bestritten und auf nicht schuldig plädiert. Er habe nichts mit der Bluttat zu tun und sei selbst ein Opfer, ließ er per Anwalt mitteilen.

Jennifer Hudson hatte vor Gericht aber versichert, dass B. ihre Schwester Julia schlecht behandelt habe. Die Familie sei von Anfang an gegen die Ehe gewesen: "Niemand von uns wollte, dass sie ihn heiratet." Deshalb habe ihre Schwester die Heirat zunächst geheim gehalten, sie selbst habe erst zwei Monate später durch Zufall davon erfahren. Als die Morde begangen wurden, lebte B. bereits seit längerem von seiner Frau getrennt. Motiv für die Tat soll Eifersucht auf einen neuen Freund der Ex-Frau gewesen sein.

bos/dpa/AP

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