Verdacht auf Homophobie Partner von Dänemarks Justizminister angegriffen

Dem Verlobten des dänischen Justizministers ist mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Der Angreifer soll dabei gerufen haben, er könne keine Schwulen leiden. Ein Mann wurde festgenommen.

Søren Pape Poulson
Andreas Houmann/Konservative.dk

Søren Pape Poulson


Josue Medina Vazquez, Partner des dänischen Justizministers, ist in Kopenhagen Opfer eines Angriffs geworden. Er habe in der Nacht zu Donnerstag gerade eine Bar verlassen, als ihm ein Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe. Das berichten dänische Medien. Der Angreifer habe dabei gerufen, er könne keine Schwulen leiden.

Die Polizei teilte im Zusammenhang mit dem Angriff mit, sie habe einen 34-jährigen Slowenen unter dem Verdacht von "Hassverbrechen und Gewalt" festgenommen.

Justizministers Søren Pape Poulson schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Wir wollen nun versuchen, mit diesem Vorfall zu gut wie möglich umzugehen." Pape Poulsen ist seit 2016 Justizminister. Mitte 2014 sprach des Mitglied der Konservativen erstmals öffentlich über seine Homosexualität. Er sei wahrhaft erstaunt, dass das im Jahr 2014 immer noch jemanden interessiere, sagte Pape Poulson damals im dänischen Radio. Er und der aus der Dominikanischen Republik stammende Vazquez hatten sich im vergangenen Jahr verlobt.

Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen schrieb via Twitter, er sei entsetzt über den Vorfall. Es sollte selbstverständlich sein, dass jeder sein Leben frei leben könne. Er sei "in Gedanken bei Søren und Josue".

aar/AFP

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