Altlinke und Ex-Grüne Jutta Ditfurth berichtet von Angriff mit Metallstange im Zug

"Schnell und mit voller Wucht": Jutta Ditfurth ist auf der Zugfahrt nach Freiburg offenbar brutal attackiert worden. Auf Facebook berichtet die Ex-Grünen-Politikerin von dem Überfall "aus dem Nichts".

Jutta Ditfurth
imago/ Future Image

Jutta Ditfurth


In einem Zug ist die linke Politikerin und Aktivistin Jutta Ditfurth nach eigenen Angaben von einem jungen Mann mit einer Metallstange angegriffen worden. Der mutmaßliche Täter habe ihr mit der Stange "zweimal schnell und mit voller Wucht von hinten auf den Kopf geschlagen", schreibt sie in einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite.

Vor der Attacke in einem ICE auf dem Weg nach Freiburg gab es Ditfurth zufolge keinen Streit. "Die Schläge kamen aus dem Nichts. Ob er mich erkannt hat, weiß ich nicht." Sie habe den Mann wegen des Metallstocks zunächst für sehbehindert gehalten .

Dann habe sich aber rausgestellt, dass er das definitiv nicht war. "Er zielte genau", schrieb das frühere Bundesvorstandsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen, das 1991 wegen inhaltlicher Differenzen allerdings aus der Partei austrat. Im Zug sei sie dann von einem Sanitäter mit einer kalten Kompresse versorgt worden.

Den Vortrag im Freiburger Stadttheater vergangenen Freitag habe sie später noch gehalten. Allerdings habe sie durch die Schläge eine Gehirnerschütterung erlitten. Ditfurth verfasste eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters - und bittet Zeugen des Vorfalls, sich bei ihr zu melden.

Der mutmaßliche Angreifer habe anderen Passagieren gesagt, "sein Zug sei schon in Marburg fünf Minuten verspätet abgefahren und er könne mich nicht leiden", schreibt die Frankfurter Sozialwissenschaftlerin. Sie sei leider zu verwirrt gewesen, um nach der Attacke die Polizei zu rufen.

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