JVA Plötzensee Vierter Gefängnisausbrecher festgenommen

Der vierte und letzte der Häftlinge, die vor Silvester aus der JVA Plötzensee ausgebrochen sind, ist zurück. "Flucht lohnt sich nicht", sagte der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt.

Berliner Justizsenator Dirk Behrendt
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Berliner Justizsenator Dirk Behrendt


In der Nacht zu Samstag ist ein weiterer geflüchteter Häftling der JVA Plötzensee festgenommen worden. Das teilte die Berliner Senatsverwaltung für Justiz mit. Der Mann war am 28. Dezember mit drei anderen Strafgefangenen aus dem Berliner Gefängnis ausgebrochen, diese hatten sich bereits in den vergangenen Tagen freiwillig gestellt.

"Flucht lohnt sich nicht", sagte Justizsenator Dirk Behrendt. "Ich bin erleichtert, dass alle Strafgefangenen, die aus dem geschlossenen Vollzug ausbrachen, wieder zurück sind. Die näheren Umstände der Flucht werden weiterhin aufgeklärt. Hierauf haben die Berlinerinnen und Berliner einen Anspruch."

Die vier Männer hatten in einem Heizungsraum der Anstalt zunächst den Betonmittelpfosten einer 70 mal 30 Zentimeter großen Lüftungsöffnung an der Außenmauer mit einem schweren Hammer zerschlagen. Anschließend durchtrennten sie den vom Beton freigelegten Stahl mit einer Flex. Schließlich zwängten sie sich durch die enge Öffnung ins Freie und krochen unter dem Außenzaun der Justizvollzugsanstalt hindurch in die Freiheit.

Insgesamt waren neun Gefangene zwischen den Jahren aus dem Gefängnis verschwunden. Zwei von fünf Männern, die aber aus dem offenen Vollzug der Haftanstalt entwichen, sind noch auf der Flucht.

abl/dpa



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