Schadensersatz-Prozess gegen Ex-Geliebte Kachelmann legt Berufung ein

Das Landgericht Frankfurt wies seine Klage auf Erstattung von Gutachterkosten ab, nun legt Fernsehmoderator Jörg Kachelmann Berufung gegen das Urteil ein. Er wirft seiner Ex-Geliebten vor, ihn zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt zu haben, um ihn ins Gefängnis zu bringen.

Jörg Kachelmann 2012 vor dem Landgericht Frankfurt: Schadensersatz-Prozess geht in die nächste Instanz
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Jörg Kachelmann 2012 vor dem Landgericht Frankfurt: Schadensersatz-Prozess geht in die nächste Instanz


Frankfurt am Main - 13.000 Euro bezahlte Jörg Kachelmann für Gutachten in seinem Vergewaltigungsprozess. Das Geld will er nach seinem Freispruch von seiner Ex-Geliebten ersetzt haben. In erster Instanz scheiterte der Wetterexperte vor dem Frankfurter Landgericht. Nun hat er Berufung gegen das Urteil eingelegt, wie das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) mitteilte.

Als Begründung hatte Kachelmann angegeben, seine ehemalige Geliebte Claudia D. habe ihn zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt, um ihn ins Gefängnis zu bringen. Doch dies habe die Zivilkammer "nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststellen können", hieß es in der Urteilsbegründung des Gerichts im Dezember.

Im Mai 2011 war Kachelmann im Strafprozess von dem Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden - mit dem Hinweis, dass dies nicht mit dem Nachweis einer falschen Beschuldigung durch Claudia D. verbunden sei.

Anders als im Strafprozess musste Kachelmann im Zivilverfahren selbst darlegen und beweisen, dass seine ehemalige Partnerin bei ihren Vorwürfen die Unwahrheit gesagt hat. Wann das OLG über die Berufung entscheidet, ist noch unklar.

gam/dpa

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