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Gewalttat in Michigan: Mutmaßlicher Schütze arbeitete beim Fahrdienst Uber

Er soll zwischen den Taten noch Kunden gefahren haben: Der 45-Jährige, der am Wochenende mutmaßlich sechs Menschen an verschiedenen Orten in der US-Stadt Kalamazoo erschoss, arbeitete als Uber-Fahrer.

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DPA

Polizeieinsatz in Kalamazoo: Mutmaßlicher Schütze arbeitete bei Uber

Der Mann, der im US-Bundesstaat Michigan sechs Menschen erschossen haben soll, war ein Uber-Fahrer. Das bestätigte die Firma am Sonntag. Laut CNN soll er sogar noch während der Tat an drei unterschiedlichen Orten Passagiere mitgenommen haben. Das sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle dem Sender.

Uber zufolge wurde der Mann von dem Unternehmen überprüft, wobei es keine Hinweise auf eine kriminelle Vergangenheit gegeben habe. Uber habe sich an die Polizei gewandt, um bei den Ermittlungen zu "helfen, wo wir nur können", erklärte Sicherheitschef Joe Sullivan.

Der mutmaßliche Schütze hatte am Samstag in der 76.000-Einwohner-Stadt Kalamazoo in einem Zeitraum von sieben Stunden an drei verschiedenen Orten auf Passanten gefeuert: nahe einem Restaurant, vor einer Autohandlung und vor einem Wohnkomplex. Sechs Menschen wurden tödlich getroffen, eine Jugendliche schwebte am Sonntag nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch in Lebensgefahr. Zwischenzeitlich war von sieben Todesopfern die Rede gewesen.

Der 45 Jahre alte Verdächtige wurde in der Nacht zum Sonntag festgenommen. Sein Motiv sei noch unklar, sagte Polizeisprecher Dave Hines. Der Mann sei nicht vorbestraft und habe seine Opfer offenbar wahllos ausgesucht. Den Behörden zufolge ist er verheiratet und Vater zweier Kinder.

Laut Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Schütze am Montag (Ortszeit) wegen Mordes angeklagt werden. "Das ist der schlimmste Albtraum - dass jemand einfach durch die Gegend fährt und wahllos Menschen erschießt", sagte der stellvertretende Sheriff Paul Matyas im Fernsehen.

Ein Mann berichtete dem lokalen TV-Sender WWMT, dass er den Wagen des 45-Jährigen zwei Stunden vor dem ersten tödlichen Zwischenfall nur mit Mühe verlassen konnte. Der Mann sei halsbrecherisch gefahren und habe nicht anhalten wollen, sagte Augenzeuge Matt Mellen dem Sender. Der Fahrer habe einen Anruf bekommen, der ihn offenbar verstörte. Er selbst habe die Polizei informiert, und seine Freundin habe ein Foto des Fahrers auf Facebook gepostet, um andere Menschen zu warnen, berichtete Mellen.

In den vergangenen Jahren löste eine ganze Reihe von Bluttaten in den USA Entsetzen aus. US-Präsident Barack Obama konnte sich mit seiner Forderung nach einer strikteren Begrenzung des Zugangs zu Waffen aber trotzdem nicht gegen die republikanische Mehrheit im Kongress durchsetzen. Insgesamt werden in den USA pro Jahr etwa 30.000 Menschen mit Schusswaffen getötet.

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gam/AFP/AP

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