Kinder gefangen gehalten Kalifornischem Elternpaar droht lebenslange Haft

Ein kalifornisches Ehepaar soll seine 13 Kinder jahrelang im Keller festgekettet und gequält haben. Den Eltern droht eine lebenslange Haftstrafe - sie plädierten auf "nicht schuldig".

DPA

Das Elternpaar in Kalifornien, das seine 13 Kinder jahrelang unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten haben soll, ist wegen zahlreicher Vergehen angeklagt worden. Bei einer gerichtlichen Anhörung wurden der 57-jährige David Allen Turpin und seine 49-jährige Frau Louise Anna Turpin formell der Folter und der Kindesmisshandlung beschuldigt, wie der Staatsanwalt des Verwaltungsbezirks Riverside, Mike Hestrin, mitteilte.

Beiden droht jeweils eine 94-jährige Haftstrafe. Das Ehepaar habe die Vorwürfe vor Gericht zurückgewiesen und laut Staatsanwaltschaft auf "nicht schuldig" plädiert. Der nächste Gerichtstermin wurde für Ende Februar festgesetzt.

Die Polizei hatte am Sonntag das Martyrium der 13 Geschwister beendet, nachdem eine 17-jährige Tochter sich selbst befreit und den Notruf gewählt hatte. Die Geschwister im Alter zwischen zwei und 29 Jahren waren teilweise mit Vorhängeschlössern an ihre Betten gekettet. Sie waren stark unterernährt, weshalb die Polizei sie zunächst allesamt für minderjährig hielt. Später stellte sich heraus, dass sieben von ihnen erwachsen sind.

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Kalifornien: Folter, schwere Misshandlung, Kindesgefährdung

Die Eltern wurden unter anderem in zwölf Fällen der Folter, in sechs Fällen der Kindesmisshandlung und in sechs Fällen der Misshandlung von abhängigen Erwachsenen beschuldigt, wie Hestrin sagte. Nach seinen Angaben wurden die Kinder über einen langen Zeitraum hinweg misshandelt. Ihnen sei nicht erlaubt worden, öfter als ein einziges Mal im Jahr zu duschen. Arztbesuche seien ihnen verboten gewesen. Oft hätten sie nicht einmal auf die Toilette gehen können, weil die Eltern ihnen die Fesseln nicht abnehmen wollten.

bam/dpa/AFP



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