Kampf gegen die Mafia Italienische Polizei beschlagnahmt einen See

Ungewöhnliche Methoden: Neapolitanische Camorra-Jäger haben den Vulkansee Averno im Süden des Landes beschlagnahmt. Mit der außergewöhnlichen Aktion wollen die Beamten die Infrastruktur des Clans zerschlagen. In der Literatur gilt das Gewässer als Eingang zur Unterwelt.


Der See Lago di Averno gehört nach Angaben der Ermittler einem Strohmann des Casalesi-Mafia-Clans, berichteten italienische Medien am Samstag. Der See mit seinen Tempeln und tiefen Grotten galt den Dichtern Vergil und Dante als Eingang zur Unterwelt.

Heute ist das Gewässer in der Hand einer sogenannten Country-Club-Gesellschaft, die vor zwei Jahren von einem derzeit inhaftierten Tourismusunternehmer gekauft worden war.

Mafia-Ermittler nehmen nicht nur Camorra-Mitglieder fest, sie wollen dem organisierten Verbrechen auch schaden, indem sie Immobilien, Restaurants, Hotels und Luxusautos beschlagnahmen.

rom/dpa



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