Serienmörder in Kanada Ermittler finden Leichenteile in Blumenkübeln

Einem kanadischen Landschaftsgärtner werden sechs Morde an schwulen Männern vorgeworfen. Und die Polizei rechnet mit weiteren Funden - sie untersucht jetzt ungelöste Mord- und Vermisstenfälle.


Einem mutmaßlichen Serienmörder in Kanada werden inzwischen sechs Morde zur Last gelegt. Ermittler konnten Leichenteile, die sie in Blumenkübeln gefunden hatten, einem Vermissten zuordnen. Die DNA-Analyse "von drei verbleibenden Leichenfunden steht noch aus", sagte der Torontos Chefermittler Hank Idsinga. Der 66-jährige Landschaftsgärtner Bruce M. wird beschuldigt, mehrere schwule Männer in Toronto getötet zu haben.

Bruce M. war im Januar verhaftet worden. Die Polizei kam ihm auf die Spur, als sie das Verschwinden zweier Männer aus einer überwiegend von Homosexuellen bewohnten Gegend in Torontos Innenstadt untersuchten. Die Ermittlungen führten sie zu Dutzenden Blumenkübeln auf einem von Bruce M. als Lager genutzten Gelände. Drei Opfer konnten inzwischen identifiziert werden. Bei einem Mann handelt es sich um einen ehemaligen Lebensgefährten von Bruce M.

Die Polizei rechnet mit weiteren Morden. Sie untersucht mehrere ungelöste Mord- und Hunderte Vermisstenfälle der vergangenen Jahrzehnte. Die Ermittlungen könnten Monate oder gar Jahre dauern, sagte Idsinga. Details zu den Morden gab die Polizei bisher nicht preis. "Wir haben Hinweise darauf, wie einige von ihnen getötet worden sein könnten", sagte Idsinga. "Das ist alles, was ich dazu sage."

Nach Angaben örtlicher Medien entschied die Polizei sich am 18. Januar spontan zum Eingreifen, als sie einen jungen Mann in der Wohnung von Bruce M. gehen sahen. Die Polizei fand ihn gefesselt, aber unverletzt, auf dem Bett.

cop/AFP



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