Karibik Deutscher Segler von Piraten erschossen

In einer Bucht der Karibikinsel St. Vincent haben Piraten einen deutschen Segler getötet. Das berichten mehrere Medien. Der Kapitän des Schiffs wurde offenbar schwer verletzt.


Ein Segler aus Bayern ist in der Karibik offenbar von Piraten getötet worden. Das berichten örtliche Medien wie das Onlineportal "Barbados Today" und die deutsche "Main-Post". Demnach soll der Mann bereits am Donnerstag in der Bucht Wallilabou auf der Karibikinsel St. Vincent erschossen worden sein.

Zwei bewaffnete und maskierte Piraten sollen die Jacht nachts gegen 1.35 Uhr geentert haben, der Kapitän des Schiffs sei schwer verletzt worden.

Die "Bild"-Zeitung berichtet, der Segler aus Sennfeld sei 48 Jahre alt und mit seiner Familie in der Karibik gewesen.

Der Premierminister von St. Vincent und den Grenadinen, Ralph Gonsalves, drückte den Opfern und deren Angehörigen laut den Berichten sein Mitgefühl aus. In einer Radioansprache sagte er demnach, "dieser kriminelle Akt der beiden maskierten Eindringlinge stört den Frieden der Menschen auf ihren Jachten und kostet Millionen. Denn wir verkaufen Frieden, Sicherheit und Erholung."

Laut "Main-Post" kam es auf einer Jacht vor St. Vincent zuletzt vor 13 Jahren zu einem Verbrechen mit Todesfolge. Das Auswärtige Amt schreibt in seinen Reisehinweisen, "Segler sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie in der Ostkaribik sporadisch vorkommen".

Die malerische Bucht von Wallibou wurde durch Dreharbeiten zum ersten Teil des Films "Fluch der Karibik" bekannt.

sun

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