Explosion in Karlsruhe Frau und Kinder waren wohl bereits vor Verpuffung tot

Vier Tote wurden nach einer Verpuffung in einer Karlsruher Wohnung gefunden. Die Obduktion der Leichen ergibt: Drei von ihnen starben vermutlich schon vor der Explosion.

Beschädigtes Haus in Karlsruhe (Archiv): Vier Leichen nach Explosion in Wohnung gefunden
DPA

Beschädigtes Haus in Karlsruhe (Archiv): Vier Leichen nach Explosion in Wohnung gefunden


Der Explosion in einer Karlsruher Wohnung ging offenbar ein Familiendrama voraus. Darauf lassen Erkenntnisse der Ermittler schließen, die den Fall untersuchen. Eine 50 Jahre alte Frau und ihre elfjährigen Zwillinge, deren Leichen bei Löscharbeiten gefunden worden waren, seien wahrscheinlich bereits vor der Verpuffung am Freitag tot gewesen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit.

Der Junge, das Mädchen und die Mutter hätten schwere Verletzungen gehabt. Das habe die Obduktion in der Universitätsklinik Heidelberg ergeben. Um die Todesursache eines 49 Jahre alten Mannes festzustellen, seien weitere toxikologische Untersuchungen nötig.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der von seiner Familie getrennt lebende Mann erst seine Frau und Kinder und dann sich selbst getötet hat. Sein Auto stand in der Nähe der Wohnung. Die Verpuffung und der Brand wurden durch Gas ausgelöst, das aus einer geöffneten Campinggasflasche ausgeströmt war.

Eine abschließende Bewertung des Falls sei jedoch erst möglich sei, wenn alle Ermittlungsergebnisse vorlägen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Feuerwehrleute hatten die Leichen gefunden, nachdem die explosionsartige Verpuffung die Fensterfront der Wohnung weggerissen und einen Brand ausgelöst hatte.

wit/dpa

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