Streit um Heizkosten Rentner erschießt Nachbarn - elf Jahre Haft

Wegen eines Streits in einem Mehrfamilienhaus hat ein Rentner einen 47-Jährigen getötet. Mit einer Pistole und einer Schrotflinte hatte er auf seinen Nachbarn und dessen Frau geschossen. Nun wurde er verurteilt.


Nach einem tödlichen Streit um Heizkosten ist ein Mann in Kassel zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 69 Jahre alte Rentner vorsätzlich und heimtückisch einen Nachbarn getötet und dessen Frau schwer verletzt hat. Der Kasseler wurde wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Eine Revision ist zugelassen.

In seinem Urteil rekonstruierte der Vorsitzende Richter die Ereignisse im März 2017: Demnach war es zwischen dem Rentner und dem 47 Jahre alten Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus zum Streit gekommen. In einem Handgemenge unterlag der Rentner zunächst. Als das Ehepaar von ihm abließ, nahm er den Angaben zufolge eine Pistole, schoss im Treppenhaus hinterrücks auf die Nachbarn und verletzte beide. Dann habe er eine geladene Schrotflinte geholt und das flüchtende Paar in seine Wohnung verfolgt. Dort habe er erneut auf sie geschossen. Der 47-Jährige kam ums Leben.

Der Angeklagte gab an, sich nicht an die Tat zu erinnern. Das war laut Gericht medizinisch aber nicht begründbar. Da er die Tat aber nicht abstritt und Bedauern äußerte, wurde das als Geständnis gewertet. Nach Ansicht des Gerichts war der Mann eingeschränkt schuldfähig: Er sei depressiv gewesen und hatte vor der Tat größere Mengen Kaffee mit Schnaps getrunken.

cop/dpa



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