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Versteckte Kameras auf Personaltoilette: Strafbefehl gegen Internisten aus Kassel

Gegen einen Arzt aus Kassel ist ein Strafbefehl ergangen. Der Mediziner hatte seine Mitarbeiterinnen heimlich auf der Toilette gefilmt und fotografiert. Der Fall ist für den Mann damit noch nicht ausgestanden.

Weil er seine Mitarbeiterinnen heimlich auf der Personaltoilette und der Umkleide filmte und fotografierte, hat ein Arzt aus Kassel einen Strafbefehl erhalten. Der Internist muss nun 70 Tagessätze zahlen. Wie hoch die sind, darüber schweigt die Kasseler Staatsanwaltschaft.

Wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) berichtet, ist die Summe der verhängten Tagessätze zu gering, als das die Tat in seinem Führungszeugnis vermerkt wird. Allerdings gelte der Mediziner durch den mittlerweile rechtskräftigen Befehl als vorbestraft.

Der Arzt legte keinen Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Das Leugnen der Tat wäre wohl auch zwecklos gewesen. Wie die HNA berichtete, hatte sich der Spanner beim Anbringen der versteckten Kameras nämlich selbst gefilmt.

Mit dem Strafbefehl ist die Sache für den Arzt noch nicht ausgestanden. Die Landesärztekammer beschäftigt sich gerade mit dem Fall. Der Mediziner könnte seine Zulassung verlieren.

Er war aufgeflogen, als eine Mitarbeiterin im Frühjahr 2015 die brisanten Fotos auf dem Rechner ihres Chefs entdeckte und die Polizei informierte. Seitdem haben mehrere Angestellte ihren Job in der Praxis gekündigt.

jal/dpa

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